Sigmar Polke, Sammlung Carl VogelSigmar Polke ist vom 14. bis zum 23. April 2008 mit einer Auswahl seiner charakteristischen kleinformartigen Papier- und Photoarbeiten der 1960er Jahre in einer Ausstellung im Kunsthaus Lempertz, Köln, vertreten. Die Arbeiten, die am 29. Mai 2008 in der Auktion Zeitgenössische Kunst versteigert werden, stammen alle aus der bedeutenden Sammlung Carl + Carin Vogel, Hamburg. Professor Carl Vogel (1923-2006), war Präsident der Hochschule für bildende Künste in Hamburg von 1976-1989 und dort zuvor als Professor tätig. Bis 1999 war er im Vorstand der Griffelkunst-Vereinigung, publizierte Werkverzeichnisse zu Horst Janssen, Sigmar Polke, Franz Erhard Walther u.a. Der Bestand des Horst-Janssen-Museums in Oldenburg geht im wesentlichen auf die Sammlung Vogels zurück.
Gezeigt werden Gouachen und Aquarelle im Polkeschen Standardformat von ca. 29 x 21 cm (etwa der in Violetttönen gehaltene „Kartoffelkopf“, der kleine und von einem beflügelten Geistgesicht beäugte „Huttragende Mann“ oder aber die barock anmutenden vegetabilen Elemente auf kräftig rosafarbenem Kanzleipapier), Kugelschreiberzeichnungen (etwa das bayrische Mädel im Dirndl, mit HB-Bier und Frauenkirche) oder eine der wenigen weiß-schwarzen Gouachen, in denen sich vor schwarzem Fond ein abstraktes Gitternetz aus weißen Formen bildet. Die Photoarbeiten faszinieren durch ihre experimentellen Elemente (Mehrfachnegativbelichtungen, chemisch aufeinander reagierende Emulsionen und Entwicklerlösungen, Solarisation, etwa das Selbstporträt des Künstlers, u.a.) Viele dieser Werke sind farbig überarbeitet.
Neben diesen bis zum 23. April gezeigten 31 Unikaten werden in der Auktion auch zahlreiche Druckgraphiken aus dieser Provenienz versteigert.
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