Südtiroler Meister um 1520

Auferweckung des Lazarus
Öl auf Eichenholz. 74,5 x 80 cm
Lot 1153 / Schätzpreis € 40 000 – 45 000

Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Bei der Zuordnung der Tafel schwankt die Meinung der Kunstwissenschaft zwischen Schule von Ferrara (Berenice Giovannucci Vigi, Ferrara, in einem Gutachten von 1995) und Südtirol, worauf die Physiognomie der Figuren und insbesondere die Darstellung der Landschaft mit ihren sperrigen Bäumen spricht, aber auch die realistische, auf Eindeutigkeit drängende Erzählweise.
Auf der linken Seite des Bildes erscheint Jesus mit einigen Aposteln. Zu Füßen Christi knien Maria und Martha, die Schwestern des Lazarus. Auf der rechten Seite des Gemäldes ist das Wunder der Auferweckung und das Lösen der Binden zu sehen. Für Südtirol spricht der retardierende Stil, der an die Kunst Ferraras um 1480/1500 anknüpft, während die Tafel wohl erst um 1520 entstanden sein dürfte. So wurden Barette wie etwa das des links neben Christus stehenden Apostels erst in dieser Zeit getragen.

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