Joost de Momper
Gerbirgslandschaft mit Jägern vor Schloss Mariemont
Öl auf Leinwand. 95 x 199,5 cm
Lot 1109 / Schätzpreis € 100 000 – 120 000
Gutachten von Klaus Ertz.
Provenienz: Deutsche Privatsammlung.
Klaus Ertz datiert dieses Gemälde von Joost de Momper d. J. in die 20er Jahre des 17. Jahrhunderts, es ist also ein relativ spätes Gemälde dieses bedeutenden flämischen Landschaftsmalers, dessen großartige Gebirgslandschaften sich durch eine besonders lichte und starke Farbigkeit auszeichnen. Charakteristisch ist seine flüssige und großzügige Malweise bei der sich die Ferne in lichte, helle Linien und Tupfer auflöst. Gelegentlich hat Momper die Figurenstaffagen in seinen Bildern selbst gemalt, sehr oft stammen sie jedoch von anderen Malern. In diesem Gemälde erkennt Klaus Ertz bei den Figuren die Hand des Jagdszenen- und Schlachtenmalers Pieter Snayers (1592 Antwerpen - 1666 Brüssel). Im Hintergrund ist Schloss Mariemont dargestellt und zwar im ersten Bauzustand, das Momper als Bildmotiv aus einem Gemälde seines Freundes Jan Brueghel d. Ä. übernommen hat. Schloss Mariemont wurde in der Zeit der Entstehung des Gemäldes von Erzherzog Albrecht und seiner Frau Isabella bewohnt.