Auktion 950 Moderne Kunst

Samstag, 5. Dezember 2009, 10.30 Uhr

Die Auktion Moderne Kunst am 5. Dezember offeriert eine hochrangige Auswahl von Werken des deutschen und französischen Impressionismus, darunter dreimal Max Liebermann (300/400.000, 400/450.000, 300/340.000), Lesser Ury, Lovis Corinth, Edouard Vuillard (100/120.000) sowie Werke des Fauvismus und des deutschen Expressionismus. Hier reicht das Angebot von Maurice de Vlaminck, Louis Valtat, Conrad Felixmüller (150/170.000), Alexej von Jawlensky (200/250.000, 200/220.000) über Marianne von Werefkin, Gabriele Münter, Emil Nolde bis zu Hermann Max Pechstein, von dem eine der ganz seltenen Bronzen aufgerufen wird (100/130.000). Lempertz wird darüber hinaus u.a. eine kleine Auswahl aus dem Nachlass von Max Ackermann mit sehr frühen Gemälden und Zeichnungen sowie aus der Sammlung des Neußer Rechtsanwaltes Johannes Geller (1873-1954) bemerkenswerte Werke der mit ihm befreundeten Expressionisten Heinrich Nauen und Christian Rohlfs anbieten.

Das marktfrische, leuchtkräftige, aus Privatbesitz stammende Blumenstilleben von Jawlensky aus dem Jahr 1910 entstand in einem künstlerisch sehr bedeutenden Jahr und vereinigt alle neuen Errungenschaften des frühen expressionistischen Werks (Lot 927, 200/250.000). Von dem Künstler kommen auch ein 1917 gemalter Mystischer Kopf (Lot 928, 200/220.000) sowie ein spätes Blumenstück von 1937 (Lot 937, 40/50.000) zum Aufruf.

Im Jahr des Bauhaus-Jubliäums kann Lempertz von Oskar Schlemmer das Relief Bauplastik R von 1919 aus Berliner Privatbesitz anbieten Es handelt sich um einen der wenigen von Otto Baum nach dem Krieg hergestellten Gipsabgüsse; 1964 wurde er von Tut Schlemmer dem Vorbesitzer geschenkt (Lot 1070, 100/150 000). Eine Entdeckung ist das Bronzebildnis des Berliner Kunsthistorikers und -kritikers Dr. Eduard Plietzsch, eine bisher seit den Brand des Ateliers 1945 in Berlin verschollene Plastik von H. M. Pechstein, deren Gips sich heute im Brücke Museum befindet. Es handelt sich um einen hochexpressiven Kopf, eine der wenigen überhaupt bekannten plastischen Arbeiten Pechsteins. Die vorgeschlagene Datierung von 1919 konnte auf Grund neuer Erkenntnisse auf 1913 vorgezogen werden. Es handelt sich um den wohl einzigen Lebzeitguss dieser Plastik (Lot 1012, 100/130.000). Sein Gemälde Blumenstilleben mit chinesischem Buddha von 1923/24 ist mit 50/60.000 bewertet (Lot 1013).

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