Auktion 948 Zeitgenössische Kunst

Samstag, 5. Dezember 2009, 14.30 Uhr

Höhepunkte der 412 Objekte umfassenden Auktion Zeitgenössische Kunst am 5. Dezember sind eine Rauminstallation von Ilya Kabakov (300/400.000), ein abstraktes Gemälde auf Alu-Dibond von Gerhard Richter (280/300.000) und eine großformatige Arbeit von Emil Schumacher (130/150.000). Die Gruppe ZERO ist mit dem italienischen Künstler Enrico Castellani vertreten, von dem zwei Arbeiten angeboten werden (160/180.000 und 120/150.000); den deutschen Beitrag liefert u.a. Günther Uecker mit mehreren frühen Nagelreliefs (60/70.000, 100.000 und 110/120.000). Sowohl historisch als auch kunsthistorisch überaus bedeutend ist der Haarmann-Fries von Alfred Hrdlicka (80.000), siegreich gibt sich die Bronze von Jörg Immendorff (80/100.000). Stark vertreten ist das deutsche Informel mit Karl Otto Götz (70/80.000). Bei 70.000 liegt eine großformatige Arbeit von Antoni Tàpies aus den 1960er Jahren, Victor Vasarélys Op Art–Gemälde ist mit einer Taxe von 40/50.000 versehen. Die ganz junge Kunst glänzt mit Leinwänden von Norbert Bisky (40.000) und Wilhelm Sasnal (28/30.000).

Die Installation ist nach Ilya Kabokov die vierte Dimension der plastischen Kunst. Eindrucksvoll belegt der Künstler dies in der Rauminstallation „Meine Heimat. Die Fliegen“ von 1991. Der Künstler lässt Fliegen an Nylonschnüren im Raum schweben, die für ihn menschliches Leben und Müll zugleich repräsentieren (Lot 461, 300/400.000). Nicht ganz so raumgreifend, aber dennoch mit einem ansprechenden Maß (170 x 250 cm) gibt sich eine Arbeit von Emil Schumacher von 1988, die mit 130/150.000 taxiert ist (Lot 639). Zu den charakteristischen abstrakten Gemälden des Künstlers zählt die späte Arbeit von Gerhard Richter von 2004 (Lot 585, 280/300.000). Enrico Castellani ist gleich mit zwei reliefierten Leinwänden präsent, eine frühe, nur aus blauem Stoff bestehende, von 1960 ist mit der hervorragenden Provenienz des Mailänder Galeristen Arturo Schwarz versehen (Lot 357, 160/180.000) und eine mit Öl reliefierte Leinwand stammt von 1997 (Lot 358, 120/150.000).

Die ganz junge Kunst ist neben anderen mit Norbert Bisky vertreten, der 2006 in seinem großformatigen Gemälde Rollschicht - Künstler bei der Arbeit zeigt (Lot 339, 40.000). Etwas günstiger sind die beiden Kühe von Stefan Balkenhols Holzskulptur (Lot 323, 25/30.000). Der polnische Künstler Wilhelm Sasnal, der gerade mit einer umfangreichen Ausstellung in Düsseldorf gewürdigt wird, ist mit seinem Gemälde Tree Parasite with Balls von 2002 präsent (Lot 610, 28/30.000). Für eine farbige Holzskulptur von Thomas Scheibitz von 2004 sind 40.000 angesetzt (Lot 605).

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