Auktion 953 Gemälde des 15.-19. Jahrhunderts

Samstag, 20. März 2010 - 11 Uhr

Nach den inzwischen erfolgreich etablierten Lempertz-Auktionen mit Kleinmeistern im Frühjahr und Herbst werden am 20. März erneut ausschließlich Gemälde des 15.–19. Jahrhunderts mit attraktiven Schätzpreisen bis zu 15.000 Euro offeriert. 43 der insgesamt 163 Lots kommen von den Alten Meistern. Bei den 120 aus dem 19. Jh. stammenden Bildern überwiegen Landschaften etwa von Max Clarenbach, (bis 10.500), Hugo Mühlig (bis 10.000), Fritz von Wille und Otto Pippel.

Alte Meister
Christian Georg Schütz d.Ä. sind vier moderat geschätzte Landschaften zugeschrieben. Während Rosa da Tivoli in die römische Campagna führt (Lot 29, 3/4.000), zeigt Christian Leberecht Vogel eine Kinderszene mit seinen beiden Söhnen (Lot 41, 7/8.000).

19. Jahrhundert
Bei Fritz Sonderland wird ein Junge durch leibliche Genüsse in Versuchung geführt; das humorvolle Gemälde liegt bei 5/7.000 (Lot 142). Eine der beliebten Ansichten von Beilstein an der Mosel von August von Wille gehört zu den Höhepunkten (Lot 157, 7/9.000, s.o.). Max Clarenbachs reizvolle Winterstimmung am Niederrhein ist auf 9.5/10.500 taxiert (Lot 55). Ein origineller Gemäldefächer ist das Produkt einer Gemeinschaftsarbeit von zehn Frankfurter Künstlern (Lot 78, 3/3.500). Otto Pippel und Fritz von Wille sind jeweils mehrfach vertreten (bis 5.000). In dem Tito Conti zugechriebenen Gemälde präsentiert sich ein elegantes junges Paar für 4/6.000 in einem Treppenhaus (Lot 58, s.l.).

Offeriert werden ferner drei Orientalisten mit vier dekorativen Gemälden: Ismael Gentz zeigt zwei Straßenszenen in Tunis, Joseph Petzl einen rauchenden Türken vor der Kulisse Istanbuls und Carl Wuttke eine orientalische Straßenszene. Von Franz von Roubaud kommt einer seiner charakteristischen kaukasischen Reiter (Lot 137, 3/4.000).

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Venator & Hanstein - Bücher, Autographen, Alte und Moderne Graphik

Freitag/Samstag, 26./27. März 2010

Höhepunkt der Autographenabteilung wie auch der zweitägigen Auktion ist ein Konvolut mit Entwürfen für Orchesterwerke und Operetten von der Hand des Wiener Walzerkönigs Johann Strauss (Sohn). Sie stammen zum Teil aus der Zeit kurz vor seinem plötzlichen Tod im Jahr 1899, unter ihnen Partituren aus seinem letzten, unvollendeten Werk »Aschenbrödel«. Wie ein musikalisches Vermächtnis zitiert Strauss hier noch einmal seinen berühmten Donauwalzer als Adaption für eine Drehorgel. Das Konvolut aus deutschem Privatbesitz ist mit 33.000 taxiert.

Die Altmeistergraphik bringt wie immer einige hochrangige Radierungen von Rembrandt, etwa »Christus als Knabe unter den Schriftgelehrten« (5.000), »Die Hütte und der Heuschober« (7.500) oder das Porträt des Jan Cornelis Sylvius (4.500). Unter den Künstlern des 18. Jahrhunderts ist Antonio Canaletto mit 4 radierten venezianischen Ansichten vertreten (je 3.000). Das 19. Jahrhundert glänzt mit der Bleistiftzeichnung einer römischen Ansicht Camille Corots (15.000).

Highlight der modernen Graphik ist mit 25.000 die Farblithographie »Paris de la fenêtre« von Marc Chagall, eines von 25 Künstlerexemplaren. Max Beckmann ist mit seiner Radierung »Niggertanz« von 1922 vertreten (4.000). Ludwig Meidners Zeichnung einer biblischen Szene von 1920 liegt bei 5.000. Im Mittelpunkt dieses Auktionstages steht mit fast 350 Katalognummern ein Großteil des graphischen Œuvres von Horst Janssen (bis 12.000). Spitzenstück der modernen illustrierten Bücher ist Oskar Kokoschkas »Die träumenden Knaben« (10.000).

Ältestes Objekt der Auktion ist eine lateinische Pergamenthandschrift mit dem Titel »Consuetudines Normaniae«, die vermutlich um 1300 in der Normandie entstanden ist. Es handelt sich dabei um eine frühe Handschrift des um die Mitte des 13. Jahrhunderts verfassten berühmten Rechtsbuches "Grand coutumier de Normandie" (9.000).

Die Stadt Köln gilt als die bedeutendste Verlagsstadt des Deutschen Reichs in der frühen Neuzeit. Venator & Hanstein bietet einen umfangreichen Querschnitt Kölner Druckwerke des 16. und folgender Jahrhunderte. Unter den nahezu 300 Kölner Drucken finden sich allein 120 Werke aus dem 16. Jahrhundert (bis 7.500). Die Abteilung ›Geschichte und Kulturgeschichte‹ bietet einige bedeutende Werke über höfische Festivitäten und prunkvolle Schauspiele der Barockzeit.

Sie finden im Online-Katalog nahezu alle angebotenen Objekte farbig abgebildet.

Die Auktion findet im Haus Lempertz am Neumarkt statt.

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