
Mit 250/300.000 liegt ein Abstraktes Bild Gerhard Richters aus dem Jahr 1995 an der Spitze der über 320 Objekte umfassenden Auktion. Die kleine Leinwand, deren Grüntöne ebenso wie die schwarze Farbe verwischt sind, umkreist das für den Künstler konstitutive Problem der Wahrnehmung und Darstellung von Wirklichkeit (Lot 865). Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre mit Arbeiten von Niki de Saint Phalle, bietet Lempertz erneut eine große Polyester–Skulptur der Künstlerin an. Der sehr farbkräftige Ganesha von 1998 ist mit einer Taxe von 200.000 versehen (Lot 899).
Alighiero Boetti ist mit einer 100 x 280 cm großen, repräsentativen Arbeit von 1981 vertreten. Le infinite possibilità di esistere gehört zu den Kugelschreiberarbeiten, die zu den wichtigsten Werkgruppen in Boettis Œuvre gehört (Lot 681, 100/150.000). Von Peter Doig liegt mit Ski-Mountain von 1995 eines seiner beliebtesten Motive – Winterlandschaften – vor (Lot 712, 100/150.000).
Auch Ernst Wilhelm Nays Räderbild von 1958 gehört zu den Toplosen. Die sehr farbfrische, in kräftigen Farben bemalte Leinwand ist am Ende der Werkgruppe der Scheibenbilder entstanden – die Konturen werden weicher, lösen sich auf (Lot 837, 100/150.000). Albert Oehlen untersucht in einem unbetitelten Großformat (Ameise) von 1982 die Grenzen von Abstraktion und Figuration und kombiniert den klassischen Farbauftrag mit dem Pinsel mit der neuen Technik des Sprayens; die Arbeit kündigt den Wendepunkt seines Werkes an zur „post–nicht–figurativen Malerei“ (Oehlen) (Lot 844, 90/100.000). Günther Uecker ist mit zwei seiner typischen Nagelbildern präsent. Weiße Spirale von 1986 ist exemplarisch für die späteren Arbeiten des Künstlers: Die Arbeiten liegen auf dem Boden, der Künstler arbeitet direkter, expressiver, spontaner an den Werken (Lot 940, 120/150.000). Spirale entstand ein Jahr bevor Uecker Deutschland 1970 auf der Venedig Biennale repräsentierte und ein Jahr vor einem Wendepunkt in seinem Werk. Hier sind die Nägel noch rhythmisch, gleichsam, formelhaft auf den Bildträger aufgebracht (Lot 939, 100/120.000).
Einen starken Auftritt hat die aktuelle Zeitgenössische Kunst.
Bernhard Martin kombiniert auf seiner großformatigen, assoziationsreichen Leinwand Egalstation von 2008 verschiedene Techniken und untersucht Möglichkeiten der Malerei (Lot 831, 60.000). Eine titellose, 260 x 220 cm große Leinwand von Muntean / Rosenblum aus dem Jahr 2006 ist mit 20/30.000 bewertet (Lot 832). Von Zheng-Jie Feng liegt eine unbetitelte Leinwand aus der Chinese Portrait Series der Jahre 2003–2006 vor (Lot 725, 20.000). Seo ist u.a. mit einer Mischtechnik auf einer 150 x 200 cm großen, typischen Leinwand vertreten, in der der Einfluss Ihrer Wahlheimat Deutschland mit asiatischen Traditionen verbunden wird (Lot 905, 30/40.000).
Empfänger
###USER_email###
Profil ändern oder Newsletter abbestellen
www.lempertz.com/newsletter.html
Kunsthaus Lempertz
Neumarkt 3
50667 Köln
Geschäftsführung Prof. Henrik R. Hanstein
Amtsgericht Köln
Handelsregister A 1263
| Tel.: | +49 221 925729 0 |
| Fax: | +49 221 925729 6 |
| E-Mail: | info@lempertz.com |
| Web: | www.lempertz.com |
| USt-IdNr.: | DE 122648058 |