Auktion 962 Moderne Kunst

Mittwoch, 2. Juni 2010 - 15 Uhr

Alexej von Jawlenskys um 1900 entstandenes Stilleben mit leuchtend grünen Äpfeln vor dunklem Hintergrund ist mit 400/600.000 einer der Höhepunkte der Auktion (Lot 459). Bei 140/160.000 liegt die 1918 datierende Variation: Schwarzer Baum von 1918 mit Walter Dexel–Provenienz (Lot 460). Ihr folgt eine mit 150/170.000 bewertete Variation „Das Fest“ von 1919 (Lot 461). Von Wassily Kandinsky wird mit dem vielfach in Museen ausgestellten Aquarell Schweres Fallen von 1924 ein weiteres Highlight offeriert. Die spannungsvolle Komposition aus der Bauhauszeit wird für 300/400.000 angeboten (Lot 465).

Das bislang unbekannte und jetzt wiederentdeckte Gemälde Nu assoupi, Youki Léonard–Tsuguharu Foujitas aus dem Jahr 1926 ist ein weiterer Glanzpunkt der Auktion. Die weitgehend monochrome Leinwand des japanischen Künstlers, der 1913 nach Paris übersiedelte, ist von der Werkverzeichnisverfasserin Sylvie Buisson bestätigt worden (Lot 426, 80/120.000). Aus der Passage mit Papierarbeiten Joan Mirós ragt mit 90/120.000 eine sehr seltene, mit Gouache überarbeitete großformatige Monotypie des Künstlers von 1977/78 heraus (Lot 524).

Mit 130/150.000 gehören die expressiven Kornpuppen, eine Leinwand von Conrad Felixmüller aus dem Jahr 1923, ebenfalls zu den Spitzenstücken der Auktion (Lot 427). Von Emil Nolde liegen drei Aquarelle vor, darunter ein beidseitig bemaltes, reizvolles Blatt mit abendlichem Meer und schwarzem Dampfer von 1946 für 120/130.000 (Lot 554).

Mit der in Öl und Tempera ausgeführten Bodenseelandschaft bei Stein am Rhein mit Burg Hohenklingen von 1940 liefert Otto Dix eines der bedeutenden Lose der Auktion (Lot 417, 120/140.000). Ende September 1913 reiste August Macke mit seiner Familie an den Thuner See. Dort entstehen die wichtigsten und qualitätvollsten Bilder des Künstlers. Aus diesem Jahr stammt auch die vorliegende, jetzt erst wiederentdeckte bedeutende Tuschpinsel– und Federzeichnung Spaziergänger am See, bei der es sich um eine Vorarbeit zu dem Gemälde Leute am blauen See von 1913 handelt (Lot 482, 90/120.000). Von Franz Marc kommt das mit Widmung versehene, bislang nicht publizierte und aus dem Nachlass Heinrich Campendonks stammende Aquarell Füchse (Lot 483, 40/50.000). Karl Schmidt-Rottluff ist mit einem hervorragenden Blatt von 1923–1925 präsent. Sein Aquarell Landschaft mit Karren ist mit 80/120.000 bewertet (Lot 585).

Die bemerkenswerte Offerte der insgesamt 30 Objekte umfassenden Olbricht Collection besteht aus 21 Bronzen von Ewald Mataré (Lots 494–523). Spitzenlos ist die 1923 auf Sylt entstandene, vielfach ausgestellte und als ein Schlüsselwerk des Künstlers geltende Stehende Kuh „Windkuh“ (Lot 494, 50/60.000).

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