Auktion 964 Ostasiatische Kunst

Freitag / Samstag, 11./12. Juni 2010

China
Highlight der Skulpturen wie der Auktion ist eine fein gearbeitete, große Figur des Buddha Shakyamuni auf einem Thron der Ming–Zeit aus dem 16./17. Jh. (Lot 44, 130.000). Ein weiterer Höhepunkt ist der frühe und seltene Kopf eines Luohan aus dem 13./14. Jh. Das 45 cm große Holzobjekt aus der Song–/Yuan–Dynastie ist mit einer Taxe von 35.000 versehen (Lot 46). Ein großer Buddha Amitabha der Ming–Zeit aus feuervergoldeter Bronze liegt bei 30.000 (Lot 42).
Die Moderne und zeitgenössische chinesische Malerei liefert einen weiteren Höhepunkt der Auktion. Aus einer kleineren Gruppe zeitgenössischer chinesischer Künstler ragt eine Malerei in Tusche und Farben des 1919 geborenen Wu Guanzhong heraus. Sein 67,6 x 68,5 cm messendes Dorf am Wasser trägt eine Taxe von 40.000 (Lot 270). Der Künstler gehört zu den führenden chinesischen Malern des 20. Jahrhunderts und zählt zu den wenigen Künstlern seiner Generation, die sich sowohl in China als auch im Westen etabliert haben.
Das chinesische Kunstgewerbe wird von einem großen Pinselbecher aus Bambus für 10.000 dominiert (Lot 148). Ein großes Cloisonné-Becken aus der zweiten Hälfte des 17. Jh. trägt dieselbe Taxe (Lot 69). In der 120 Keramiken und Porzellane umfassenden Abteilung werden neben blau–weißen, famille verte– und monochromen Porzellanen auch eine größere Anzahl später famille rose–Stücke aufgerufen.

Tibet / Nepal / Mongolei
Spitzenobjekte dieser Sektion sind eine stilistisch ungewöhnliche, feuervergoldete Bronzefigur von Buddha Amoghasiddhi aus Südosttibet (Lot 5, 10.000) sowie eine seltene Portraitstatue des 8. Shamarpa aus dem 18. Jh. (Lot 23, 10.000 Euro). Insgesamt 23 Teile umfasst ein Ensemble von selten angebotenem mongolischem Frauenschmuck.

Japan
Highlights sind drei beachtliche Bronzen der Zeit um 1900 aus der Miyao-Werkstatt. Mit 45.000 ist ein Paar fünfarmiger Kerzenleuchter aus Bronze bewertet (Lot 727). 35.000 lautet die Taxe für einen bronzenen Sishi–Tänzer des Künstlers (Lot 725) und 14.000 für einen fliegenden Tenin (726). Für eine um 1900–1910 entstandene und von Udagawa Kazuo signierte 58,5 cm große Bronzegruppe mit Mutter und Kind auf einer Holzbank sind 12.000 angesetzt (Lot 728). Aus dem späten 19. Jh. stammt ein auf 24.000 geschätztes 41,4 cm großes bronzenes Ziergefäß (Lot 735).
Bei den Netsuke mit zahlreich offerierten Shishi ragt ein von Yoshikata signierter spielender Fukurokuju aus der Mitte des 18. Jh. heraus (Lot 941, 4.200). Eine Gruppe fünf miteinander verbundener Kalebassen, von Masanao im frühen 20. Jh. gefertigt, liegt bei 5.000 (Lot 1016).

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