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Highlights der Auktion sind Malereien und Graphik aus China und Kalligraphie aus Japan. Zu den Höhepunkten der Offerte gehören die 48 Positionen umfassende Sammlung chinesischer Malerei von Andreas F. Fritzsche (bis 80.000), mehrere Bilder aus einer alten österreichischen Sammlung (bis 40.000) und Holzschnitte aus der Sammlung Pommeranz-Liedtke (bis 5.000). Eine beachtliche kleine Sammlung mit vier Kalligraphien Inoue Yûichis bildet den Höhepunkt der Offerte mit japanischer Kunst (bis 80.000).
China
Andreas F. Fritzsche (1920–2010), schweizerischer Entwicklungs– und Forschungsingenieur, begann seine Sammlertätigkeit zunächst mit Vasen, Elfenbeinskulpturen und Siegel. Ab etwa 1970 erweiterte er sein Sammlungsinteresse mit dem sich über vier Jahrzehnte erstreckenden Erwerb chinesischer Malerei. Spitzenlos der Offerte mit Alben, Fächerbildern, Hänge– und Querrollen aus der Qing–Zeit und später ist mit 80.000 ein Tuschbild von Fu Baoshi, das die erste Zeile eines berühmten Gedichts von Zhang Ji aus dem 8. Jh. illustriert (Lot 33). Eine mit 70.000 bewertete, 106 x 40 cm messende Hängerolle ist als Gemeinschaftsarbeit von Qi Baishi und anderen, die Bodhidharma vor der Felswand zeigt, entstanden (Lot 32). Auf 20.000 kommt eine 1942 Hängerolle mit Herbstlandschaft von Huang Junbi (Lot 31). Spitzenlos der Malerei aus einer alten österreichischen Sammlung ist eine Hängerolle Wu Changshuos (1844–1927) mit rot blühenden Pflaumenzweigen (Lot 78, 40.000). Eine 1985 gemalte Hängerolle Huang Junbis zeigt eine Landschaft mit Wasserfall und Spaziergänger (Lot 81, 20.000).
Ein während der Qing–Zeit im 18. Jh. oder früher entstandener seltener, großer Jade–Teller ist mit einer Taxe von 15.000 versehen (Lot 291). Chinesische Skulpturen werden von einem bronzenen Bhaishajyaguru, dem Medizinbuddha, der Ming–Zeit (16./17. Jh.) angeführt (Lot 415, 13.000).
Japan
Die Kalligraphie wird von einer kleinen Sammlung mit späten monumentalen Werken des modernen japanischen Kalligraphen Inoue Yûichis (1916–1985) dominiert. Drei der Bilder zeigen jeweils ein einziges Schriftzeichen mit Blattmaßen bis zu 136,5 x 168 cm (bis 50.000), während die größte Arbeit, ein monumentales Werk mit der Niederschrift von Yûichis Erinnerungen an den großen Luftangriff der US Air Force auf Tokyo am 10. März 1945, mit 80.000 bewertet ist (Lot 565). Für 15.000 wird ein Stellschirm Morita Shiryûs aus dem Jahr 1989 angeboten (Lot 570).
Höhepunkt einer 29 Objekte umfassenden Sammlung mit bedeutenden Okimono vornehmlich des späten 19. Jh. von Willibald Lerch aus Wien ist ein stehender rakan aus Buchsbaum und Elfenbein des frühen 20. Jh. (Lot 707, 6.000). Ein im späten 19. Jh. gearbeitetes Shibayama–Inrô aus Elfenbein, Perlmutter und Schildpatt liegt mit 10.000 an der Spitze dieser Abteilung (Lot 720). Fünf Samurai–Rüstungen des 18. bis 20. Jh. aus einer Privatsammlung kommen auf bis zu 6.000 (Lots 609 ff.). Bei 9.500 liegt ein bemalter Eisen–Drache des späten 19. Jh. (Lot 649).
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