Alberto Giacometti

Zwei Original-Skulpturen: Projets. 1946
Originalgipsmodelle, teils farbig gefaßt,
Taxe: € 1.300.000 – 1.500.000,-
Ergebnis: € 1.590.000,-

Originalskulpturen von Alberto Giacometti sind sehr selten. Die beiden vorliegenden, zusammengehörenden Denkmalsentwürfe von 1946 werden in einem Lot ausgerufen.

Original-Fotodokumente vom Atelier Giacometti, von Diego Giacometti signiert, datiert und mit dem Adreßstempel versehen, Paris, 28.12. 1983, beiliegend.

Jeweils mit einer Fotobestätigung von James Lord, Paris, vom 27. März 1992 sowie einem Gutachten von Reinhold Hohl, Magden/Schweiz, vom 6. August 1994 (in Kopie).

Wir danken Christian Klemm, Kunsthaus Zürich, Mitarbeiter am Werkverzeichnis der Skulpturen von Alberto Giacometti, für bestätigende Auskünfte.

Provenienz: Diego Giacometti, Paris (1983); Privatsammlung Luxemburg, seitdem in Familienbesitz

Ausstellung: Martigny 1986 (Fondation Pierre Gianadda), Giacometti Sculptures, jeweils außer Katalog; Mailand 1995 (Palazzo Reale), Alberto Giacometti, Nr. 28 bzw. Nr. 29 mit Abb.; Wien 1996 (Kunsthalle Wien), Nr. 118 bzw. Nr. 119 mit Abb.; München 1997 (Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung), Alberto Giacometti, Nr. 36 bzw. Nr. 35 mit Abb.; Frankfurt 1998/1999 (Schirn Kunsthalle), Alberto Giacometti, Werke und Schriften, Nr. 19 bzw. Nr. 17 mit Abb.; Bologna 1999 (Museo Morandi), Alberto Giacometti, Disegni e sculture, Nr. 10 bzw. Nr. 11 mit Abb.; Mailand/Mannheim 2000 (Fondazione Antonio Mazzotta/ Städtische Kunsthalle Mannheim), I Giacometti, La valle, il mondo/Die Familie Giacometti, Das Tal, die Welt, jeweils mit Abb.

Literatur: Michel Butor/Jean Vincent (Fotograf), Diego Giacometti, Edition Adrien Maeght, Paris 1985, Abb. S. 19 mit Atelierfoto; Casimiro Di Crescenzo, Alberto Giacometti (Ausst. Kat. Mailand, Palazzo Reale), Florenz 1995, Nr. 28 bzw. Nr. 29, S. 146 und S. 21/22; Ausst. Kat. Edinburgh/London, Alberto Giacometti, Scottish National Gallery of Modern Art/ Royal Academy of Arts, 1996/1997, fig. 46 bzw. fig. 45, jeweils S. 39 mit Abb und Text von Casimiro Di Crescenzo, S. 38 f.; Casimiro Di Crescenzo, Giacometti - Künstler und Revolutionär, in: Ausst. Kat. Alberto Giacometti Wien/Edinburgh 1996, Stuttgart 1996, s, S. 48/49 f., Kat. Nr. 118 bzw. Kat. Nr. 119 S. 402, S. 212/213 bzw. S. 214/215 mit Abb.; Ausst. Kat. Frankfurt, Alberto Giacometti, Werke und Schriften, Schirn Kunsthalle, Zürich 1998, Kat. Nr. 19 bzw. Kat. Nr. 20 S. 330, S. 44 bzw. S. 45 mit Abb.; Ausst. Kat. Mannheim, Die Familie Giacometti, Das Tal, die Welt, Städtische Kunsthalle Mannheim, Mazzotta, Mailand 2000, S. 197 bzw. S. 196 mit Farbabb.; vgl. allgemein: Ernst Scheidegger, Alberto Giacometti - Skulpturen in Gips, Fotografien, Mit einem Beitrag von Christian Klemm, Zürich 2006

PROJET POUR UNE PLACE. 1946

Originalgipsmodell, teils farbig gefaßt. 19 x 9,5 x 13 cm. Am Sockel auf der linken Seitenfläche unten links eingeritzt signiert A. Giacometti.

"Kurz nach Kriegsende kehrte Alberto in das Pariser Atelier zurück. Es entstand damals eine grosse Anzahl neuer Werke. Der Unterschied zu den Arbeiten, die vor und während der Kriegszeit entstanden sind, ist faszinierend. [...] Es begann sich das reiche reife Werk sichtbar abzuzeichnen. Viele kleine Gipsplastiken lagen oder standen überall auf Gestellen oder am Boden herum. Alle hatten als Stütze Drähte, die rosteten und Gipsteile abstiessen. Leider sind viele dieser kostbaren Figuren zerfallen, oder sie wurden wegen Platzbedarf 'entsorgt'. Es handelte sich aber nie um eine bewusste Zerstörung, es waren oft Arbeiten, die für den Künstler im Moment nebensächlich waren oder ihm überlebt erschienen. Es kam aber auch nicht selten vor, dass Alberto zu einem späteren Zeitpunkt halb zerfallene Figuren ausbesserte. Hätte nicht sein Bruder Diego eine grössere Anzahl der frühen Arbeiten gerettet, würden heute wichtige Teile seines Werkes fehlen." (Ernst Scheidegger, Alberto Giacometti- Skulpturen in Gips, op. cit., S. 8)

Die vorliegende Originalskulptur ist eines dieser Werke von Alberto Giacometti, die sein Bruder Diego in seinem Atelier aufbewahrt hatte und so für die Nachwelt überlieferte (vgl. die von Diego rückseitig signierten Fotodokumente aus seinem Atelier, 1982/1983). Es stellt ein Modell für einen Platz dar, möglicherweise in engem Entstehungs- und Entwurfskontext zu der Planung für das Denkmal von Gabriel Péri (siehe Los 625) und war, wie Di Crescenzo vermutet und das Gutachten von Reinhold Hohl ausweist, möglicherweise für den heutigen "Place de Gabriel Péri" vor dem Pariser Bahnhof Saint Lazare bestimmt (Casimiro Di Crescenzo, Giacometti - Künstler und Revolutionär, in: Ausst. Kat. Wien/Edinburgh, op. cit. 1996, S. 49). Die symbolische Kombination und Anordnung der plastischen bemalten Einzelformen auf ihren eigenen kleinen Sockeln vor einer senkrechten Stele als Monument mag Leben (der wachsende Baum) und Tod (der gefällte Stamm) vergegenwärtigen. Von besonderem Interesse ist der Bezug zu Alberto Giacomettis surrealistischer Arbeit von 1932, die schon unter dem Titel "Modell für einen Platz" berühmt geworden ist [vgl. Abb.]. Dieser frühe Entwurf, der auf einer rechteckigen Plinthe verschiedene abstrakte Formen verselbständigt hat und räumlich zueinander arrangiert, plaziert schon zentral die senkrecht ragende und nach oben abgerundete Stele, die in dem vorliegenden Entwurf von 1946 wieder als bedeutungsvolles "Mal" aufgerichtet wird.

PROJET POUR UN MONUMENT POUR GABRIEL PÉRI. 1946

Originalgipsmodell, teils farbig gefaßt. 40,5 x 11,5 x 19 cm. Am Sockel auf der linken Seitenfläche eingeritzt signiert A. Giacometti.

Ausstellung (ergänzend): Luxembourg 1995 (Musée National d'Histoire et d'art), Collections privées au Luxembourg, Nr. 69

Literatur (ergänzend): Reinhold Hohl, Alberto Giacometti, Stuttgart 1971, vgl. Nr. 75, S. 296 mit Abb. (andere Version); Ausst. Kat. Luxembourg, Collections privées au Luxembourg, Musée national d'histoire et d'art, 1995, Nr. 69 S. 174 mit Abb. S. 175; Gottlieb Leinz, Der Platz - Ein Thema der Kleinplastik seit Giacometti, in: Ausst. Kat. Heilbronn, Plätze und Platzzeichen, Städtische Museen Heilbronn 1996, S. 60/61 mit Abb. S. 61

Alberto Giacometti hatte sich, wie man heute weiß, nach 1945 an einem Projekt für ein Denkmal französischer Résistance beteiligt. Die kommunistische "L'Humanité" schrieb 1946 einen Wettbewerb zu Ehren des Journalisten und Abgeordneten Gabriel Péri (1902 - 1941) aus, der von den deutschen Besatzern nach einer öffentlichen Rede in der Nationalversammlung in Paris verhaftet und umgebracht worden ist.

Das Werk Giacomettis ist in zwei Varianten bekannt. Di Crescenzo führte zur Entstehungsgeschichte des Denkmalsentwurfes aus: "Die Beteiligung Giacomettis an einem von L'Humanité ausgechriebenen Wettbewerb zur Realisierung eines Denkmals für den kommunistischen Abgeordneten Gabriel Péri ist bis heute ignoriert, wenn nicht sogar mutwillig verschwiegen worden. Vom Projet pour un monument pour Gabriel Péri war eine andere Version mit dem allgemeineren Titel Projet d'un monument pour un personnage celèbre bekannt. Dieses Werk ist bislang auf das Jahr 1956 datiert worden. Ein Brief des amerikanischen Architekten Paul Nelson an Pierre Matisse belegt nun, daß dieses Projekt für ein Denkmal - Nelson betitelt es mit Project for a Statue to an Illustrious Person - 1946 in Paris entworfen wurde, also unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als man in Frankreich die Opfer und Helden der Besatzung mit öffentlichen Monumenten ehren wollte. Paul Nelson erklärt, daß es sich um eine Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Künstler handelte. Er selbst habe den bugförmigen Sockel entworfen und Giacometti die Skulpturen. Nelson fügt eine Skizze der Plastik mit ihrem Aussehen nach Fertigstellung bei: sie hätte die Menschen um mehrere Meter überragen sollen. Im Archiv der Stiftung Pierre Matisse in New York wird gleichermaßen ein undatierter, aber dem Jahr 1957 zugeschriebener Brief von Alberto Giacometti an Pierre Matisse aufbewahrt. Darin erklärt der Künstler, daß es sich bei dem besagten Werk um das Projekt für ein Denkmal zur Erinnerung an Péri handle. Er fügt hinzu, daß der Sockel von Nelson stammte und daß er ihn nicht besonders mochte. [...] Laut Maddeleine Nelson, der Witwe des Architekten, war das Modell jedenfalls von der Partei begutachtet worden. Diese hatte es abgelehnt, weil 'Giacomettis - Mann- zu stark an Auschwitz erinnert hätte!', wie Paul Nelson seiner Frau über die große Enttäuschung und die Wut für so viel Unverständnis einem Kunstwerk gegenüber berichtete." (Casimiro Di Crescenzo, Giacometti - Künstler und Revolutionär, in: Ausst. Kat. Wien 1996, op. cit., S. 48/49, vgl. Fußnote 21, S. 51). "Die in Zusammenarbeit mit Paul Nelson realisierte Version wurde von letzterem bis 1961 aufbewahrt, als sie von der Galerie Jan Krugier aus Genf angekauft wurde. In jenem Jahr wurde eine Edition von 6 Bronzeplastiken realisiert. Eine Abbildung dieser Arbeit findet sich in Hohl 1971, Abbildung 75, S. 296. Die hier abgebildete Version entspricht wahrscheinlich der ursprünglichen Konzeption des Künstlers ohne das Zutun von Paul Nelson und wurde zunächst im Atelier Giacomettis aufbewahrt und anschließend seinem Bruder Diego übergeben. Von diesem erwarb sie 1983 der gegenwärtige Besitzer zusammen mit dem Projet pour une place. Aus einer Erklärung, die Diego Giacometti dem gegenwärtigen Besitzer 1983 abgegeben hat, wissen wir, daß Diego den Sockel, den Unterbau in Form eines Parallelepipedon wie auch das Gestell für die schreitende Figur, die Flamme und die Stele realisiert hat. Diese Version wurde erstmals im Rahmen der Retrospektive Alberto Giacometti in Mailand ausgestellt (Palazzo Reale [...] 1995 [...]). Wahrscheinlich wurde jeder Hinweis auf den Kommunisten Gabriel Péri entfernt, weil die Vereinigten Staaten Ende der fünfziger Jahre mitten im Kalten Krieg jede Assoziation mit der Kommunistischen Partei zu vermeiden trachteten." (Di Crescenzo, op. cit., Fußnote 18, S. 51)

Der Denkmalsentwurf Giacomettis kombiniert die archaische Form der aufrechten Stele mit der für das Werk so charakteristischen menschlichen Figur, die im Oeuvre hier erstmals in dieser Form erscheint. Die schmale Silhouette des schreitenden Mannes weist unmissverständlich auf die großartige Wandlung und Entwicklung im Werk des Bildhauers nach 1945. Die formalen surrealistischen Abstraktionen werden durch die Darstellung des Menschen abgelöst, so dass die vorliegende Skulptur historisch eine gewisse Zäsur im Werk markiert. Die Bedeutung der Stele als „Mal“ und monolithe Form, die an die prähistorische Steinzeit und an die Todesriten des alten Ägypten anknüpft, erfährt eine wesentliche Ergänzung durch die Präsenz der menschlichen Figur, schließlich wird das symbolische „Mal“ transformiert und durch diese gänzlich ersetzt und die Geschlechter formal geschieden: der „gehende“ Mann, die „stehende“ Frau.

Di Crescenzo führt aus: „Hatte der Künstler für das Grabmal des Vaters 1934 und für dasjenige von Gerda Taro 1937-1938 eine der frühchristlichen und ägyptischen Kunst entlehnte Symbolsprache benutzt, um die Vorstellung der Unsterblichkeit zum Ausdruck zu bringen, so begann er in Projet pour un monument pour Gabriel Péri eine persönlichere Symbolik zu entwickeln. Die Komposition besteht aus einer schreitenden männlichen Figur neben einer Stele, die an die zentrale Form von Projet pour une place von 1932 erinnert. Das Flammenmotiv ist eine Anspielung auf die Flamme der Erinnerung auf dem Grab des Unbekannten Soldaten unter dem Arc de Triomphe. Erstmals gelangt in Giacomettis plastischer Arbeit die Figur des schreitenden Mannes zur Ausführung, sicherlich mit Bezug auf die Kunst des alten Ägyptens, wo dieses Motiv den Zugang in das Totenreich mit dem ewigen Leben in Einklang bringt. Bedenkt man, dass die Plastik als Denkmal konzipiert war, kann das Auftauchen der schreitenden männlichen Figur nicht über Wahrnehmungstheorien erklärt werden. Einsichtig erscheint es, wenn man, wie Reinhold Hohl, eine mythische Dimension im Werk des Künstlers erkennt. Vor der Entstehung dieser Plastik standen weibliche schreitende Figuren als Metapher für die Ganzheit des Lebens: beispielsweise in der Zeichnung Danseuse des corde, 1943, oder in der Gipsplastik La nuit, 1946-1947 - eine schreitende weibliche Figur auf einer sarkophagähnlichen Basis, die als Denkmal für den französischen Widerstand konzipiert war. Später, 1950, mit Figurine dans une boîte entre deux maisons und Le chariot, das als Monument für einen öffentlichen Pariser Platz gedacht war, wird die Frau nur noch unbewegt stehend dargestellt. Dagegen vermehren sich die Plastiken von schreitenden Männern, wie Homme qui marche sous la pluie, 1948, und Trois hommes qui marchent, 1948. Wenn die Arbeiten für die besagten Wettbewerbe aus je unterschiedlichen Gründen auch nie über das Projektstadium hinausgelangten, kamen sie jedoch Giacomettis Kunstwollen entgegen, Kompositionen mit Figuren zur Ausführung zu bringen. [...] Werke wie Place, La forêt, La clairière und Projet Chase Manhattan Plaza in New York, wo weibliche stehende Figuren mit schreitenden oder sie beobachtenden Männern konfrontiert werden, bilden gleichfalls Metaphern für die fragilen Verhältnisse unserer Existenz.“ (Casimiro Di Crescenzo, op. cit., S. 49/50)

Die den variablen Formbildungen zu Grunde liegenden existenziellen Gefühle und Ängste des Künstlers werden in einem Text von Alberto Giacometti deutlich, der im Dezember 1946, im Jahr der vorliegenden plastischen Entwürfe, in Genf erschien (“Le Rêve, le Sphynx et la mort de T.“, in: Labyrinthe 22/23, Genf, 15. Dez. 1946, Wiederabdruck in: Ausst. Kat. Albert Giacometti, Werke und Schriften, Frankfurt 1999, S. 145 ff.). Giacometti versah den Text mit eigenen Skizzen, deren eine mit dem Rund aufgestellter „Tafeln“ an die aufgerichtete plastische „Stele“ des Denkmalsentwurfes hier erinnern. Giacometti schrieb gegen seine chaotisch empfundenen Träume und Wahrnehmungen an im Versuch einer raum-zeitlichen Ordnung: „Es gab einen Widerspruch zwischen der gefühlsmäßigen Beschreibung dessen, was mein Grauen ausgelöst hatte, und der Wiedergabe der einzelnen Ereignisse in ihrer Abfolge. Ich stand vor einem Gewirr von Zeiten, Geschehnissen, Orten und Gefühlen. Ich versuchte, eine Lösung zu finden.“ Giacometti zeichnete eine Art Diagramm mit beschrifteten und sortierten Quadraten, die aber den aufgelösten Zeitfaktor nur unvollkommen darstellen konnten. Er entwarf darauf eine „Scheibe von ungefähr zwei Metern Durchmesser, die durch Linien in Segmente unterteilt war. [s. Abb. der Skizze Giacomettis]. Auf jedem Segment waren der Name, das Datum und der Ort des jeweiligen Ereignisses eingetragen, und am Rande des Kreises erhob sich an jedem einzelnen Segment eine Tafel. Die unterschiedlich breiten Tafeln waren durch Lücken voneinander getrennt. Auf den Tafeln war die den jeweiligen Segmenten entsprechende Geschichte ausgeführt. Mit einem seltsamen Vergnügen sah ich [mich] auf dieser Zeit-Raum-Scheibe umherspazieren und dabei die jeweils vor mir erscheinende Geschichte lesen. Mir gefiel die Freiheit, dort zu beginnen, wo ich wollte [...] ich legte großen Wert auf die Ausrichtung der einzelnen Ereignisse auf meiner Scheibe. Doch die Tafeln sind noch leer; ich kenne weder den Wert der Worte noch ihre wechselseitige Beziehung, um sie beschriften zu können.“ (A. Giacometti, zitert nach. Ausst. Kat. Frankfurt, op. cit. S. 149, 151) Die gezeichneten „Tafeln“, das beschriebene bewegte Ausschreiten des Künstlers im Raum zwischen ihnen, scheinen als Situation und als Form Äquivalente der dreidimensionalen Steine, Stelen und letzthin der aufgerichteten menschlichen Figur, die Giacometti auf Plinthen und Sockeln, aber auch in Käfigen oder auf Pseudo-Bühnen arrangiert, Figuren, die zur Chiffre ihrer eigenen Existenz gerinnen.

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