Gemälde und Kunstgewerbe Kloster Theresienhospital
Triumph der Kirche über die Unwissenheit und Verblendung, nach einem Karton von P. P. Rubens, 17. Jahrhundert. Ergebnis: € 23.000,-
Am 23. Februar hat Lempertz mit großem Erfolg eine Auktion mit Gemälden und Kunstgewerbe aus den Beständen des nun aufgegebenen Düsseldorfer Klosters Theresienhospital, das vom Orden der Töchter vom Heiligen Kreuz geführt worden ist, veranstaltet. Zugunsten des Ordens wurden rund 130 Lots mit moderat angesetzten Schätzpreisen von 100 bis 3.000 Euro offeriert. Nahezu alle Objekte konnten in einem vollbesetzten Saal, der häufig gegen nationale und internationale Telephone kämpfen mußte, zu Preisen weit oberhalb der Taxen zugeschlagen werden. Ergebnis der Auktion sind über 200.000 Euro.
Highlight der Gemälde wurde mit 23.000 eine 131 x 195 cm große Leinwand des 17. Jh. nach einem Karton von Peter Paul Rubens’ Triumph der Kirche über die Unwissenheit und Verblendung. Der auf 2.500 geschätzte Entwurf für einen der Teppiche der Serie "Triumph der Eucharistie" für das Madrider Kloster der königlichen Barfüßlerinnen entfachte ein heftiges Bietergefecht, das ein deutscher Privatsammler gewann. Eine zweite Serie der Teppiche, 1687 ausgeführt von Franz von Hecker in Brüssel, befindet sich im Kölner Dom (Lot 17).
Ein um 1730 entstandener barocker Tabernakelschrank aus Nuss, Nusswurzel, Ahorn und Pflaume auf Weichholz wurde mit 13.000 zum Höhepunkt der Möbel-Offerte (Lot 53, 1.500). Sehr begehrt waren auch zahlreiche Deckenlampen des Jugendstils, die noch aus der Zeit des damaligen Neubaus stammten und ihre Taxen vervielfachen konnten.
Einige Spitzenobjekte der Gemälde, Skulpturen und Möbel werden in der regulären Auktion Alte Kunst am 17. Mai versteigert.