Pressevorbericht

Vom 07.04.2008

Tribal Art
Auktion 918 am 26. April 2008


Benin
Gedenkkopf eines Königs
Bronze, 50 cm
Taxe: € 40.000 - 60.000,-

Seit 2003 veranstaltet Lempertz in seiner Brüsseler Filiale nach kurzer Unterbrechung erneut Auktionen aus dem Bereich Tribal Art. Brüssel ist neben Paris der maßgebliche Marktplatz für Stammeskunst in Europa. In der diesjährigen Auktion mit alter Kunst aus Afrika und Ozeanien kommen etwa 243 Lose zum Aufruf. Neben einer kleinen Sammlung mit Skulpturen des Vodoon-Kultes aus Togo und Ghana–gesammelt von einem deutschen Bildhauer–stehen weitere hochwertige Einzelstücke aus alten Privatsammlungen im Angebot.

Spitzenlos der Auktion ist ein rarer Gedenkkopf aus Bronze für einen König aus dem alten afrikanischen Königreich Benin (40/60.000). Der 50 cm große Bronzekopf ist das sorgfältig gearbeitete Portrait von Oba Osemwenede (1816–1848) und zeigt den König in seinem prunkvollen, mit Korallenperlen geschmückten Ornat. Beispiele der ästhetisch anspruchs-vollen und aus einer jahrhundertealten Tradition schöpfenden Kunst sind im Zuge einer britischen „Strafexpedition“ erstmals 1897 in Europa bekannt geworden, wo sie aufgrund ihrer hohen Qualität für Aufsehen und Interesse sorgten. Unser Beispiel stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurde durch den Kunsthändler William Webster in die bedeutende Sammlung Geheimrat Professor Hans Meyer, Leipzig vermittelt, von wo aus sie anschließend in die Sammlung des Kunstsammlers Albert Wagenmann, Mannheim gelangte. Es ist äußerst selten, dass Kunstwerke aus Benin mit solch lückenloser Provenienz auf dem Markt auftauchen.

Ein weiteres Highlight der Auktion ist ein Kota–Reliquiar aus dem Gabun, das bereits vor 1913 in eine französische Privatsammlung gelangte und wegen seines Janusgesichts einen seltenen Typ dieser abstrakten Wächterfiguren repräsentiert (40.000).

Die mit 25.000 bewertete Figur der Dogon, Burkina Faso, beeindruckt selbst noch als Fragment durch ihre hohe skulpturale Qualität. Eine mit derselben Taxe angebotene Maske der Chokwe aus Zaire stammt aus einer alten, erst kürzlich aufgelösten deutschen Privatsammlung.

Ein mit einem ganzflächigem Muster dekorativ geschnitztes und farbig bemaltes Kriegsschild aus Neu–Irland ist Spitzenobjekt aus dem kleinen Angebot mit Kunst aus Ozeanien und rundet das Angebot der Auktion ab (8.000).

Auktion


26. April um 15.00 Uhr
Lempertz, Brüssel

Vorbesichtigung


Köln 11. – 16. April 2008
Brüssel 19. – 26. April 2008

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Edgar Abs, Tel. 0221/92 57 29-30

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