Gemälde und Kunstgewerbe Gemälde 15. - 19. Jahrhundert
Venezianischer Meister, frühes 19. Jh. Canal Grande mit Rialtobrücke Öl auf Leinwand, 26,5 x 35 cm
Attraktive Schätzpreise locken in der Lempertz-Auktion am 13. März. Das Angebot konzentriert sich ausschließlich auf Gemälde des 15.–19. Jahrhunderts, darunter Landschaften, Stillleben, Interieurs, Stadtansichten, Marinen und Madonnen deutscher, flämischer, niederländischer sowie einiger italienischer Meister. Die Highlights der Auktion mit insgesamt 123 Bildern kommen bei den Alten Meistern von dem Niederländer Pieter Fransz de Grebber aus dem 17. Jh., einem Mittelrheinischen Meister um 1500 und von Rosa da Tivoli. Das 19. Jh. dominieren Oswald Achenbach, Fritz Wagner, Aleksander Swieszewski und eine sehr dekorative Venedig-Vedute mit Rialtobrücke eines venezianischen Meisters, die auch den Katalogumschlag schmückt.
In der Nachfolge von Nicolas Poussin ist eine aparte Szene mit Amor vor einer Priaposherme seine Pfeile auf jugendliche Liebespaare abschießend entstanden, die für 8.000 angeboten wird (Lot 35). Zwischen 2.000 bis 3.000 gelangen eine Madonna nach Raffael (Lot 38) sowie eine reizvolle Madonna mit Kind in der Art von Pietro Perugino zum Aufruf (Lot 34). Von Philipp Peter Roos, gen. Rosa da Tivoli, stammt eine italienische Landschaft mit rastenden Hirten, Schafen, Ziegen und Hunden (Lot 39, 7.000-8.000). Aus dem 17. Jh. kommt eine qualitätsvolle Darstellung der drei Marien am offenen Grab Christi von Pieter Fransz de Grebber (Lot 23, 3.000). Die Almosenspendende eines spanischen Meisters vom Anfang desselben Jahrhunderts ist mit 3.000-6.000 bewertet (Lot 42). Eine Seelandschaft mit holländischen Schiffen aus dem Umkreis Ludolf Backhuysens (1631-1708) wird für 3.000-5.000 offeriert (Lot 1). Eines der frühesten Bilder der Auktion kommt von einem mittelrheinischen Meister um 1500 (Lot 27, 3.000).
Oswald Achenbachs Blick auf das Jungfraumassiv von 1892, das dem Betrachter durch Nebel leicht entrückt ist, ist auf 8.000-10.000 geschätzt (Lot 47). Ein Johann Wilhelm Preyer (1803-1889) zugeschriebenes, delikat gemaltes Früchtestilleben liegt bei einer Taxe von 4.000-6.000 (Lot 102). Im Stile holländischer Interieurs des 17. Jahrhunderts hielt Fritz Wagner (1896-1939) eine Fröhliche Tischgesellschaft fest. Die Taxe für diese großformatige, präzise gearbeitete und detailreiche Genreszene liegt bei 5.000 (Lot 118). Francois-Auguste Biard (1799-1882) ist mit einem Picknick im Freien vertreten (Lot 52, 5.000-6.000). Sehr dekorativ ist eine kleine Stadtansicht Venedigs mit Blick von Süden auf Canal Grande und Rialtobrücke eines venezianischen Meisters des frühen 19. Jahrhunderts (Lot 116, 2.500). Aleksander Swieszewskis stimmungsvoller Lago di Auronzo ist mit 2.000 bewertet (Lot 112).