Pressevorbericht

Vom 09.02.2008

Gemälde und Kunstgewerbe
Kloster Theresienhospital


Wandel der Heiligen Familie, Deutsch oder Niederländisch, 17. Jh., Öl auf Leinwand, 170 x 135 cm
Schätzpreis: € 3.000,-

Am 23. Februar veranstaltet Lempertz eine Sonderauktion mit Gemälden und Kunstgewerbe aus den Beständen des Düsseldorfer Klosters Theresienhospital, das vom Orden der Töchter vom Heiligen Kreuz geführt worden ist. Zugunsten des Ordens werden rund 130 Lots mit moderat angesetzten Schätzpreisen von 100 bis 3.000 Euro offeriert. Die Spitzenobjekte werden in der regulären Auktion Alte Kunst am 17. Mai versteigert, darunter u.a. die Skulptur einer um 1320 gearbeiteten Kölner Muttergottes (Taxe 40/50.000), eine weitere Muttergottes-Figur aus der Werkstatt Grupellos (10/15.000), eine um 1520/1530 entstandene Hl. Familie mit Engel eines niederländischen Malers (20/25.000) und ein Kölner Intarsienschrank vom Ende des 16. Jahrhunderts für 30/40.000.

Die Schwestern des Ordens werden im Sommer 2008 ihr angestammtes Kloster Theresienhospital aufgeben. Sie kehren zurück in ihr Mutterhaus bei Rees am Niederrhein. Das Theresienhospital entstand 1831 aus dem Kloster des Ordens der Karmelitessen. 1977 wurde aus dem Krankenhaus ein Altenheim.
Versteigert werden neben Möbeln des 17. - 19. Jahrhunderts vor allem Gemälde überwiegend deutscher Meister derselben Zeit, darunter eine 197 x 161 cm große Darstellung im Tempel aus dem 19. Jahrhundert. Das Bild ist eine seitenverkehrte und verbreiterte Kopie des Gemäldes von Rubens in der Liebfrauenkirche in Antwerpen (2.000). Ein weiterer Höhepunkt ist eine 131 x 195 cm messende, flämische oder deutsche Leinwand mit dem Triumph der Kirche über die Unwissenheit und Verblendung aus dem 17. Jh. (2.500). Das Gemälde ist nach einem Karton von Peter Paul Rubens aus den Jahren 1625-1627 für einen der Teppiche der Serie "Triumph der Eucharistie" für das Madrider Kloster der königlichen Barfüßlerinnen entstanden. Eine zweite Serie der Teppiche, 1687 ausgeführt von Franz von Hecker in Brüssel, befindet sich im Kölner Dom. Im deutschen oder niederländischen 17. Jh. ist eine auf 3.000 taxierte 170 x 135 cm große Leinwand mit dem Wandel der Heiligen Familie gearbeitet worden. Die Komposition orientiert sich an Kupferstichen von Antonius und Hieronymus Wierix vom Beginn des 17. Jh. Aus dem 19. Jahrhundert stammt eine mit 1.600 bewertete, seitenrichtige Kopie mit dem Opfer Isaaks von Rembrandt. Das Original befindet sich in der Eremitage in St. Petersburg.
Unter den zahlreichen Möbeln des Klosterinventars ragt ein um 1730 entstandener barocker Tabernakelschrank aus Nuss, Nusswurzel, Ahorn und Pflaume auf Weichholz heraus (1.500). Offeriert werden ebenso Deckenlampen des Jugendstils, die noch aus der Zeit des damaligen Neubaus stammen.

Auktion


23. Februar 2008 um 11:00 Uhr im Kloster Theresienhospital in Düsseldorf, Altestadt 2, 0213 Düsseldorf

Vorbesichtigung Düsseldorf


16.–21. Februar, Sa + So 10–16 Uhr, Mo – Do 14-18 Uhr

Empfang


Do 21.2. 18.30 Uhr

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Edgar Abs, Tel. 0221/92 57 29-30

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