Rudolf Bauer

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Eine Luxusvilla, ein Wagen mit Chauffeur und ein Koffer voller Geld: Selten wurde einem mittellosen Maler so hofiert wie Rudolf Bauer – und selten nahm eine vielversprechende Künstlerlaufbahn ein so abruptes und unverständliches Ende.

Rudolf Bauer - Kunststudium in Berlin, Affäre mit Hilla von Rebay

Rudolf Bauer wurde am 11. Februar 1889 im damaligen Königreich Preußen geboren. Seine Jugend verbrachte er in Berlin, wo er sich für die Kunst zu interessieren begann und gegen den Willen seines Vaters die Königliche Akademie der Künste besuchte. Seinen Unterhalt bestritt der junge Künstler mühsam mit Karikaturen und Illustrationen, die in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen erschienen. Bald wandte sich Bauer verstärkt der abstrakten Malerei zu und befreundete sich im Jahr 1912 mit Herwarth Walden, den er tatkräftig bei dessen Kunstprojekt »Der Sturm« unterstützte. In diese Zeit fiel auch Rudolf Bauers Bekanntschaft mit berühmten Künstlern wie Marc Chagall, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc und Otto Nebel. Mit der Malerin Hilla von Rebay teilte Bauer Kunstverständnis, Bett und Atelier; die Beziehung scheiterte jedoch am Einspruch der adeligen Eltern gegen den mittellosen Künstler. Trotzdem sollte die Bekanntschaft mit Hilla von Rebay das Leben von Rudolf Bauer maßgeblich beeinflussen.

Kurator für Guggenheim, Flucht nach Amerika

Als Beraterin des jüdischen Magnaten Solomon Guggenheim sorgte Hilla von Rebay dafür, dass der kunstinteressierte Millionär einen Großteil der Werke Bauers für seine Sammlung erwarb. Außerdem erhielt Bauer den Auftrag, von Deutschland aus weitere Kunstwerke für Guggenheim und dessen geplantes Museum anzukaufen. Diese Aufgabe war mit einem gewissen Wohlstand verbunden, den Bauer auch gern zur Schau stellte – so leistete er sich einen Wagen mit Chauffeur. Ab 1933 verschlechterte sich in Deutschland die Lage für abstrakte Künstler; Rudolf Bauer wurde allerdings nicht seiner Kunst wegen verhaftet, sondern weil er mit dem Geld eines jüdischen Mäzen Bilder erwarb – ausgerechnet seine Schwester hatte die Gestapo darüber informiert. Hilfe kam einmal mehr durch Hilla von Rebay, die mit einem Koffer voller Guggenheim-Geld nach Berlin reiste und Bauer damit freikaufte. Trotz der prekären Situation zögerte Rudolf Bauer nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis noch beinahe ein ganzes Jahr, ehe er sich schließlich nach Amerika einschiffte.

Zerwürfnis mit Guggenheim, Absage an die Kunst

In New York wurde Rudolf Bauer wie ein König empfangen – von Solomon Guggenheim, der dem Künstler gleich einen hochdotierten Vertrag für alle zukünftigen Bilder vorlegte. Auf Drängen Hilla von Rebays unterschrieb Bauer das Schriftstück, das er nach eigenen Angaben aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht richtig verstand, und erhielt von Guggenheim eine Prunkvilla mit 25 Zimmern, einen Luxuswagen sowie eine üppige Leibrente. Die Bühne war bereitet für einen großartigen Triumphzug, aber an der Schwelle zum Weltruhm verweigerte sich Rudolf Bauer plötzlich der Kunst. Er fühlte sich verraten, von Guggenheim, dem er aus Trotz kein einziges Bild malte, und von seiner früheren Geliebten Hilla von Rebay, die er mit falschen Vorwürfen für drei Monate ins Gefängnis brachte. Bis zu seinem Tod schuf der Künstler kein einziges Werk mehr. Rudolf Bauer starb am 28. November 1953 in den USA. Die Familie Guggenheim hielt sein Werk unter Verschluss – erst seit den 1980er-Jahren wird die Kunst Rudolf Bauers allmählich wiederentdeckt. Nach oben

© Kunsthaus Lempertz

Rudolf Bauer Preise

Künstler Kunstwerk Preis
Rudolf Bauer Symphonie 6 €27.370
Rudolf Bauer Pizzicato €27.280
Rudolf Bauer Ohne Titel €21.600
Rudolf Bauer Fuge III €19.040
Rudolf Bauer Ohne Titel €14.520
Rudolf Bauer Ohne Titel €7.200

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