Jonathan Borofsky - Biografie
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Jonathan Borofsky wurde am 2. März 1942 in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts geboren. Der Sohn eines Pianisten und einer Malerin kam schon früh mit der Kunst in Berührung und erhielt bereits im Alter von acht Jahren den ersten Kunstunterricht. Sein im Jahr 1960 begonnenes Studium an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh schloss er 1964 mit dem Bachelor of Arts ab. Noch im selben Jahr unternahm er eine Studienreise nach Paris, wo er einige Monate lang die École de Fontainebleau besuchte. Nach seiner Rückkehr in die USA studierte Jonathan Borofsky 1966 an der Yale School of Art and Architecture in New Haven, wo er 1966 seinen Master of Fine Arts erwarb. Anfangs zeigte er sich von Roy Lichtenstein beeinflusst und versuchte, Minimalismus und Pop-Art zu verbinden. Die dabei entstanden Kunstobjekte – zumeist Lampen – vernichtete er allerdings bald wieder. Ende der 1960er-Jahre reifte in dem Künstler die Überzeugung, sowohl Bildhauerei als auch Malerei seien überholt und müssten durch neue, zeitgemäße Kunstformen ersetzt werden.
Jonathan Borofsky begann damit, seine tiefsinnigen Reflexionen in Zahlendiagrammen auszudrücken. Die dabei entstandenen Arbeiten veröffentlichte er unter dem programmatischen Namen Thought Books. Als Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens kristallisierte sich jedoch bald die Skulptur heraus. Bei seinen Experimenten mit Gips und geschweißtem Stahl bezog sich Jonathan Borofsky auf Pablo Picasso, der eine große Stilvielfalt bewies und wie Borofsky selbst seine Plastiken zuvorderst in Form von Zeichnungen konzipierte. Die Zeichnung stellte eine bevorzugte Ausdrucksmöglichkeit für den Künstler dar, der schon früh damit begann, seine Träume aufzuschreiben und in fantasievolle Skizzen umzusetzen, aus denen schließlich seine einzigartigen Skulpturen erwuchsen. 1975 erhielt Jonathan Borofsky seine erste Einzelausstellung in der Paula Cooper Gallery. Er zeigte sein Counting-Projekt, einen Turm aus Blättern mit fortlaufender Nummerierung, mit dem er zuvor schon die Aufmerksamkeit von Sol LeWitt auf sich gezogen hatte. Berühmt wurde Borofsky vor allem für seine spektakulären Großplastiken, die im öffentlichen Raum zu sehen sind, auch in Deutschland – hier zum Beispiel der Walking Man in der Münchener Leopoldstraße.
Jonathan Borofsky lehrte von 1969 bis 1977 an der School of Visual Arts in New York und im Anschluss bis 1980 am California Institute of the Arts in Valencia. Dreimal nahm er an der Documenta in Kassel teil. Durch das ganze Werk von Jonathan Borofsky zieht sich eine Vielzahl von Quellen und Verweisen, dabei spielen die Ereignisse des politischen Tagesgeschehens genauso eine Rolle wie die vermeintlich profane Popkultur. Borofsky führt seine Dialoge mit nahezu allen, mit René Magritte ebenso wie mit Walt Disney. Mit seiner Kunst durchdenkt und umfasst der Künstler die Welt – immer in enger Verzahnung mit seinen eigenen biografischen Erfahrungen.
Jonathan Borofsky lebt und arbeitet überwiegend in Ogunquit im US-Bundesstaat Maine.
© Kunsthaus Lempertz
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