Joseph Csaky

Geburtsdatum/-ort

18. März 1888, Szeged, Ungarn

Todestag/-ort

1. Mai 1971, Paris, Frankreich

Csaky Joseph - Femme
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Joseph Csaky Biografie

Joseph Csaky, auch József Csáky, gehörte zu den ersten Bildhauern, die ihre Skulpturen nach den Prinzipien des Kubismus formten. Mit seinen ungegenständlichen, freistehenden Objekten löste er eine Revolution in der Kunstgeschichte aus und wurde zu einem Wegweiser der modernen Bildhauerei.

Joseph Csaky suchte nach künstlerischer Inspiration

Joseph Csaky wurde am 18. März 1888 in Zernescht, Österreich-Ungarn, geboren. Bereits in jungen Jahren zog er mit seiner Familie nach Budapest, wo er ein häufiger Gast in Galerien und Museen war. Dabei entwickelte und festigte sich seine Leidenschaft für die bildende Kunst, die ihn schließlich an die Kunstgewerbeschule Budapest (Mintarajziskola) führte, wo er bei Mátrai Lajos György Dekorationsplastik studierte. Die allzu traditionellen und biederen Lehrmethoden, die sich im Anfertigen von Gipskopien bestehender Skulpturen und dem Modellieren von Wildblumen erschöpften, stellten Joseph Csaky und viele seiner Kommilitonen nicht zufrieden, so dass er in das Atelier des Malers und Fotografen László Kimnach wechselte. 1907 fand er eine Anstellung in der Zsolnay Porzellanmanufaktur in Pécs, wo er Aschenbecher und Vasen aus Keramik herstellte. Kurzzeitig arbeitete Joseph Csaky auch in einer Metallgießerei in Budapest und bei einem Präparator. Mit diesen Erfahrungen und der spärlichen Summe von 40 Francs in der Tasche machte er sich im Sommer 1908 zu Fuß auf nach Paris, legte am Tag zwischen fünfzig und sechzig Kilometer zurück, um seinen Sehnsuchtsort zu erreichen.

Ein akzeptiertes Mitglied der Pariser Avantgarde

Joseph Csaky fand zwar in Paris die erhoffte neue Welt und reiche künstlerische Inspiration, musste seinen Lebensunterhalt aber mit zahlreichen Gelegenheitsarbeiten bestreiten: als Hausierer, Steinmetz und Modell für andere Künstler. Wann immer es seine Zeit erlaubte, übte er sich selbst in der Bildhauerei; im Herbst 1908 teilte er sich ein Atelier mit seinem Landsmann József Brummer, der in Paris Kunst studierte und gemeinsam mit seinen Brüdern die Galerie Brummer eröffnet hatte. Über Brummer kam Joseph Csaky mit der afrikanischen Skulptur in Kontakt und lernte die Kunst von Pablo Picasso kennen. Der Kubismus prägte ihn stark, es waren die kubistischen Gemälde von Picasso und Georges Braque, die Joseph Csaky mit seinen frühen Skulpturen interpretierte, Dieses Frühwerk ist großenteils verloren, nur zwei Werke sind erhalten: die Stehende Frau (1913, Guggenheim Museum) und der Tête (»Kopf«, 1914, M.T. Abraham Center for the Visual Arts). Durch seine Ausstellungen mit den Kubisten hatte sich Csaky noch vor dem Ersten Weltkrieg als Teil der Pariser Avantgarde etabliert.

Joseph Csakys skulpturales Werk war eine Revolution

Joseph Csaky diente während des Krieges als Freiwilliger in der französischen Armee und konnte im Anschluss nahtlos an seine vorherigen Erfolge anknüpfen. Dabei zeigte er mehr und mehr eine deutlich gereifte Formensprache. Das Werk, das Csaky in den 1920er Jahren schuf, galt bereits seinen Zeitgenossen als revolutionäre Sensation, der renommierte Galerist und Kunsthändler Léonce Rosenberg nahm ihn für drei Jahre unter Vertrag, 1922 wurde er französischer Staatsbürger. Für das von Géza Blattner geleitete Puppentheater Arc-en-Ciel fertigte der Künstler Handpuppen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand Csaky nicht wieder zu altem Glanz zurück; er lebte sehr zurückgezogen und litt unter Armut. In den 1950er Jahren entstanden jedoch noch zwei Reliefs für eine Grundschule in Amiens.

Joseph Csaky starb am 1. Mai 1971 in Paris.

© Kunsthaus Lempertz

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