Paul Delvaux

Geburtsdatum/-ort

23. September 1897, Wanze, Belgien

Todestag/-ort

20. Juli 1994, Veurne, Belgien

Paul Delvaux

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Paul Delvaux Biografie

Die Wirklichkeit ließ der belgische Maler Paul Delvaux mit träumerischer Leichtigkeit hinter sich. Der Surrealist, der keiner sein wollte, erschloss mit seiner Kunst den Zugang zu verborgenen Welten, in deren Mittelpunkt meist Frauen standen. Nackte Frauen – und Skelette.

Als junger Mann begeisterte sich Paul Delvaux für Jules Verne und Homer

Paul Delvaux wurde am 23. September 1897 in Antheit (heute Wanze) als Sohn eines Anwalts geboren. Als junger Mann nahm er Musikstunden, beschäftigte sich mit Griechisch und Latein und verschlang die Werke von Jules Verne sowie die Epen Homers. All diese Interessen hinterließen lebendige Spuren in seinem frühen Werk, so stellten seine ersten Bilder nahezu ausnahmslos fantastische Motive und mythologische Themen dar. Von 1916 bis 1919 studierte er an der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste in Brüssel, zunächst Architektur, denn seine Eltern standen dem Wunsch des Sohns, Maler zu werden, ablehnend gegenüber. Sein großes Ziel ließ den jungen Paul aber nicht los und schließlich durfte er bei Constant Montald und Jean Delville den ersehnten Malunterricht nehmen; auch Frans Courtens und Alfred Bastien übten einen starken Einfluss auf den angehenden Maler aus. In dieser Zeit schuf Paul Delvaux hauptsächlich naturalistische Landschaftsgemälde.

Vom Expressionisten zum Surrealisten

Paul Delvaux war äußerst produktiv, zwischen den Jahren 1920 und 1925 entstanden an die 80 Gemälde, sodass er auf einen reichhaltigen Fundus zurückgreifen konnte, als er 1925 endlich seine erste Einzelausstellung eröffnen durfte. Die meisten Bilder, die Paul Delvaux bis 1930 malte, zeigten weibliche Akte in Landschaften, deren Darstellung deutlich vom flämischen Expressionismus eines Constant Permeke oder Gustave De Smet geprägt waren. Erst 1933 zeichnete sich eine gewisse Veränderung in der Malweise von Delvaux ab, eine allmähliche Hinwendung zum Surrealismus, der dem italienischen Künstler Giorgio de Chirico geschuldet war, dessen Werk den jungen Belgier stark beeindruckt hatte, seit er Mitte der 1920er-Jahre erstmals damit in Berührung gekommen war. In den 1930er Jahren fing Delvaux auch damit an, einige Motive seines Kollegen René Magritte zu adaptieren. Im Zuge dieser Weiterentwicklung schloss sich Paul Delvaux schließlich im Jahr 1937 den Surrealisten an und beteiligte sich an der großen surrealistischen Ausstellung in Paris 1938.

Frauenakte, Skelette und Männer mit Melonen

Obwohl Paul Delvaux eng mit den Surrealisten zusammenarbeitete und sein Werk zahlreiche Bezugspunkte zum Surrealismus aufwies, betrachtete er sich doch selbst nicht als Surrealisten im eigentlichen Sinn. Berühmt wurden seine Gemälde dennoch – in Sonderheit für die zahlreichen merkwürdigen Frauenakte, die mit starrem Blick, in Trance versunken, mit seltsamer Gestik dem Betrachter Rätsel aufgaben. Gelegentlich umgab er sie mit Skeletten oder streng blickenden Herren mit Melonen, die er wohl den Geschichten seines Jugendidols Jules Verne entlehnt hatte. In den 1950er Jahren begann er Züge zu malen, die hellerleuchtet durch die Nacht brausten, beobachtet von jungen Mädchen, die entgegen der sonstigen Gepflogenheiten des Künstlers bekleidet waren. Diese Bilder wirkten nicht übermäßig surrealistisch, übten durch ihren schimmernden Mondglanz aber dennoch eine eigenartige, beinahe halluzinatorische Faszination auf die Betrachter aus. Delvaux verband mit dem Motiv der Züge eine für ihn wichtige Kindheitserinnerung: Als kleiner Junge hatte er die Einführung der ersten elektrischen Straßenbahnen in Brüssel miterlebt.

Paul Delvaux starb am 20. Juli 1994 in Veurne.

© Kunsthaus Lempertz

Paul Delvaux Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Paul DelvauxDeux Femmes€9.600
Paul DelvauxStudie zu "L' Age du fer"€4.216
Paul DelvauxZwei umschlungene Akte€4.046
Paul DelvauxStudie zu "La mise au tombeau"€3.968
Paul DelvauxSirene€3.540
Paul DelvauxThe secret€3.100

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