Gallé, Emile

Geburtsdatum/-ort

4. Mai 1846 in Nancy

Todestag/-ort

23. September 1904 in Nancy

Rupprecht Geiger - Zu Licht und Schatten
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Emile Galle war ein Meister der Glaskunst, der Sammler und Liebhaber mit einer Vielzahl einzigartiger Werke im Stil der Art Nouveau bezauberte und die Geschichte des Kunstgewerbes als Erneuerer und Pionier nachhaltig prägte.

Emile Galle - Reges Interesse an Kunst und Naturwissenschaft

Emile Galle wurde am 4. Mai 1846 im französischen Nancy geboren. Der Sohn des Porzellanmalers und Glashändlers Charles Gallé entwickelte ein frühes Interesse an scheinbar widerstrebenden Gebieten: Er begeisterte sich sowohl für die Kunst, als auch für die Naturwissenschaft. In der Werkstatt seines Vaters kam er häufig mit der Glas- und Keramikveredelung in Berührung; bei diesen Anlässen wurde seine große gestalterische Begabung offenbar. Der Vater förderte die Interessen und Neigungen seines Sohnes umfassend; nach dem Abitur erhielt er Zeichenunterricht und ging schließlich nach Deutschland, um in Weimar Architektur und Kunstgewerbe zu studieren. Im Anschluss arbeitete Emile Galle als Praktikant in einer Glashütte bei einem langjährigen Geschäftspartner seines Vaters im Elsass. Weitere Erfahrungen sammelte er als Designer in der Fayencemanufaktur St. Clément, ehe er schließlich Studienreisen nach London und Paris unternahm. 1874 kehrte er in die väterliche Firma zurück und übernahm dort die künstlerische Leitung. Nach dem er diese für drei Jahre mit einigem Erfolg ausgeübt hatte, wurde ihm die Gesamtleitung des Unternehmens übertragen.

Mit Kreativität und Geschäftssinn zum wirtschaftlichen Erfolg

Emile Galle machte sich mit Umsicht und viel Geschick daran, das Familiengeschäft auch international bekannt zu machen. Dabei erwies er sich als höchst erfolgreich, woran sein großes künstlerisches Talent einen entscheidenden Beitrag leistete. Er führte zudem vielbeachtete technische Neuerungen ein und entwickelte innovative Verfahren wie das Marqueterie de verre für komplizierte Einlegearbeiten aus Glas. Immer wieder unternahm der umtriebige Künstler und Geschäftsmann weitere Bildungsreisen nach Italien, sammelte dabei Anregungen und knüpfte wichtige Kontakte. Emile Galle entwickelte zudem eine rege publizistische Tätigkeit, wobei er sich nicht nur seinem eigenen Werk widmete, sondern ganz allgemein den Themen, die ihm am Herzen lagen, so schrieb er mehrere kunstgeschichtliche und botanische Abhandlungen. Auf der Weltausstellung in Paris konnte er seine Entwürfe einem internationalen Publikum präsentieren.

Eine Zeitenwende und neue Ära für die Glaskunst

Für seine Kunst erhielt Emile Galle Preise und Auszeichnungen, darunter mehrere Goldmedaillen für seine Fayence-Arbeiten. Dennoch verlagerte er seinen Schwerpunkt immer mehr auf die Glaskunst, in der er es zu unvergleichlicher Meisterschaft brachte. Gemeinsam mit Auguste Daum René Lalique und Gabriel Argy-Rousseau gründete er die École de Nancy, die sich für die Glaskunst einsetzte und der er als erster Präsident vorstand. Emile Galle setzte in der Glasherstellung völlig neue Maßstäbe. Durch die neu entwickelte Überfangtechnik, zu deren Ausführung mehrere Arbeitsschritte nötig waren, konnte er dem bislang nachgeordneten Werkstoff Glas eine völlig neue Wertschätzung verschaffen. Zum unverwechselbaren Markenzeichen von Emile Galle wurden seine kunstvoll ausgeführten Pflanzenmotive, für die er sich nicht allein an der westlichen, sondern auch an der asiatischen Flora orientierte. Dabei half Galle die Freundschaft mit dem japanischen Naturforscher Tokuso Takasima, der während seines Studiums in Nancy gelebt hatte.

Emile Galle starb am 23. September 1904 in seiner Geburts- und Heimatstadt Nancy an Leukämie. Sein Schwiegersohn Paul Perdrizet führte seine Firma bis hinein in die 1930er-Jahre weiter, konnte aber nicht mehr an die hohe Originalität und Innovationsfreude Emile Galles anknüpfen.

© Kunsthaus Lempertz

Emile Gallé Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Rupprecht GeigerZu Licht und Schatten€29.760
Daniele BuettiOhne Titel€7.440
Rupprecht GeigerOhne Titel€6.448
Rupprecht GeigerModulation€5.704
Gotthard GraubnerOhne Titel€4.960
Julian OpieBijou gets undressed. 6€4.712

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