Anton Graff

Geburtsdatum/-ort

18. November 1736, Winterthur, Schweiz

Todestag/-ort

22. Juni 1813, Dresden

Anton Graff - Bildnis Friedrich Wilhelm II.
Anton Graff - Bildnis Friedrich Wilhelm II.

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Anton Graff Biografie

Anton Graff galt als einer der bedeutendsten Porträtmaler seiner Zeit. In eindrücklicher Lebendigkeit überlieferte der Schweizer Künstler die Züge zahlreicher Geistesgrößen seiner Epoche. Als Begründer des bürgerlichen Männer- und Frauenporträts verlieh er der Aufklärung ein Gesicht.

Anton Graff - Lieblingsschüler von Johann Ulrich Schellenberg

Anton Graff wurde am 18. November 1736 in Winterthur in der Schweiz geboren. Getauft wurde er auf den Namen Antoni, den er zu Ehren seines bereits verstorbenen älteren Bruders erhalten hatte, aber er selbst nannte sich stets nur Anton. Der Vater, ein Zinngießer, wünschte sich, dass der Sohn in seine Fußstapfen treten sollte, aber Anton Graff zog das Zeichnen vor. In der Schule befand er sich in ständigem Konflikt mit seinen Lehrern, heckte allerhand Unsinn aus und bekritzelte seine Lederhosen. Die Fürsprache eines befreundeten Pfarrers führte schließlich zu dem Besuch der Zeichenschule des ansässigen Landschaftsmalers Johann Ulrich Schellenberg. Graff wuchs seinem Lehrer schnell ans Herz und befreundete sich mit dessen Sohn Johann Rudolf Schellenberg. Finanzielle Erwägungen bewogen Anton Graff dazu, seinen künstlerischen Schwerpunkt schon früh auf die Porträtmalerei zu legen, war ihm doch bekannt, dass der Schweizer Maler Johann Ludwig Aberli in wirtschaftlich schweren Zeiten immer seine Zuflucht in dieses Genre nahm.

Seine Kunstfertigkeit verprellte die Konkurrenten

Anton Graff ging nach Augsburg, fand dort Unterkunft bei dem Radierer Johann Jacob Haid und bewies als Porträtmaler so hohe Kunstfertigkeit, dass die ansässige Malerzunft sich über den jungen Konkurrenten beschwerte und seinen vorzeitigen Abschied erzwang. Während des Siebenjährigen Krieges verdingte sich Graff als Geselle bei dem Ansbacher Maler Johann Leonhard Schneider. Da er in dieser Zeit hauptsächlich ein bereits bestehendes Porträt des Preußenkönigs kopieren musste, das dessen patriotische Untertanen gern in der eigenen Stube haben wollten, empfand er diese Zeit als künstlerisch wenig erfüllend. In München studierte Graff die Gemälde der Schleißheimer Galerie und machte die Bekanntschaft des bayerischen Hofmalers Georges Desmarées, von dessen lichter und farbiger Malweise er sich stark angezogen fühlte. Weitere wichtige Impulse empfing Graff von Antoine Pesne, Johann Kupetzky und Hyacinthe Rigaud. Nachdem sich in Augsburg die Wogen geglättet hatten, kehrte Graff zu Haid zurück und schloss dort Freundschaft mit dem jungen Kupferstecher Johann Friedrich Bause.

Meister der Porträtkunst im Stil des Klassizismus

Anton Graff folgte 1765 nur zögerlich der Einladung von Christian Ludwig von Hagedorn, der als Direktor der neu gegründeten Dresdner Kunstakademie einen Porträtmaler suchte. Der junge Künstler glaubte nicht, diesen Anforderungen bereits gewachsen zu sein. Sein Probestück, ein Selbstporträt, fand jedoch den Beifall den Prinzenadministrators Franz Xaver von Sachsen und Graff wurde zum sächsischen Hofmaler ernannt. Schnell erwarb er sich in Dresden einen ausgezeichneten Ruf, und es gehörte unter Adel und Großbürgertum bald zum guten Ton, ein Porträt von Graff zu besitzen. Sein Schwiegervater, der Theologe und Philosoph Johann Georg Sulzer, bescheinigte ihm, mit seiner Porträtkunst »bis in das Innere der Seele« zu schauen. Seiner Wahlheimat Dresden blieb Anton Graff ein Leben lang treu – ungeachtet äußerst großzügig dotierter Angebote aus Berlin. Allerdings unternahm Graff einige Reisen nach Berlin, Karlsbad und in seine alte Heimat Schweiz. Eines seiner berühmtesten Bilder ist das Porträt von Friedrich dem Großen, das 1986 von Andy Warhol als Vorlage für einen Siebdruck verwendet wurde. Insgesamt porträtierte Graff über 800 Persönlichkeiten aus Adel und Bürgertum, aus Wissenschaft, Militär, Diplomatie und Politik. Graff ließ sich nie im Voraus bezahlen und musste seine Forderungen oft über Jahre hinweg immer wieder anmahnen – mitunter auch vergeblich.

Anton Graff starb am 22. Juni 1813 in Dresden im Königreich Sachsen.

© Kunsthaus Lempertz

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