Höch, Hannah

Geburtsdatum/-ort

1889 Gotha

Todestag/-ort

1978 Berlin

Hannah Höch

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Die Kunstszene sah in Hannah Höch zunächst nur die Geliebte von Raoul Hausmann, aber die begabte Künstlerin löste sich aus dem Schatten dieses Vorurteils und wurde mit ihren meisterlichen Grafiken, Gemälden und Collagen zu einer bedeutenden Vertreterin des Dadaismus.

Mit fünfzehn Jahren fertigte Hannah Höch ihre erste Collage

Hannah Höch wurde am 1. November 1889 in Gotha geboren. Als älteste Tochter aus gutbürgerlicher Familie wurde ihr eine hervorragende Ausbildung zuteil: Von 1896 bis 1904 besuchte sie die Höhere Töchterschule in Gotha, musste diese allerdings im Alter von 15 Jahren wieder verlassen, um sich auf Wunsch ihrer Eltern als Kindermädchen-Ersatz um ihre jüngste Schwester zu kümmern. In dieser Zeit entdeckte Hannah Höch Collage und Kunst als Trost und Berufung. Aus bunten Schnipseln schnitt und klebte sie das Bild »Nitte unterm Baum«. Das künstlerische Talent hatte ihr wohl die Mutter vererbt, die sich selbst als Hobbymalerin betätigte. Nach der Einschulung ihrer Schwester konnte sie sich wieder ihrer eigenen Ausbildung widmen, schrieb sich 1912 in der Kunstgewerbeschule in Berlin ein und löste sich so von ihrem dominierenden Elternhaus. 1914 hielt sie der Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht davon ab, nach Köln zu reisen, um dort eine umfassende Werkbund-Ausstellung zu besichtigen. Ein Jahr später nahm sie bei Emil Orlik weiteren Unterricht. Dort traf sie Raoul Hausmann und wurde die Geliebte des bereits verheirateten Künstlers. Sieben Jahre lang war sie trotz aller eigenen Bemühungen immer und überall nur die Frau an Hausmanns Seite.

Entwicklung der Fotomontage, künstlerische Emanzipation

Gemeinsam mit Raoul Hausmann entwickelte Hannah Höch die Fotomontage als künstlerische Stilrichtung, 1917 ließ sie sich von ihm in die Kreise der Dadaisten einführen. Mit Topfdeckeln und Kinderpistole durfte sie an einer Dada-Revue mitwirken, aber ihre eigene künstlerische Entwicklung ging nur schleppend voran. Zwar ließ der Ullstein-Verlag von Hannah Höch Bilderbuch um Bilderbuch illustrieren, doch die echte künstlerische Anerkennung blieb ihr versagt. Erst 1920 konnte Hannah Höch Bilder auf einer Messe der Dadaisten zeigen und beteiligte sich von da an auch an den jährlich stattfindenden Ausstellungen der sogenannten Novembergruppe. 1921 endlich trennte sie sich im Schlechten von Raoul Hausmann und war entschlossen, ihre eigene Künstlerlaufbahn voranzutreiben. 1924 kam sie in Kontakt mit der Künstlergruppe De Stijl und deren Gründer Piet Mondrian. In der Sowjetunion konnte Hannah Höch Werke auf einer Ausstellung präsentieren, auch die Deutsche Kunstgemeinschaft wurde auf die junge Künstlerin aufmerksam. Mit der Schriftstellerin Til Brugman ging sie eine Liebesbeziehung ein und verfasste das Buch Scheingehacktes, das von Victor Otto Stomps in seiner Rabenpresse verlegt wurde.

In der NS-Diktatur wurde die Künstlerin politisch

Zu den engen Freunden von Hannah Höch gehörten Künstlerpersönlichkeiten wie Kurt Schwitters, Hans und Sophie Arp, Nelly van Doesburg und Tristan Tszara. Als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen und das Ausmaß der beginnenden Schreckenspolitik allmählich deutlich wurde, schuf Hannah Höch Werke voller kritischer Anspielungen auf Gewaltherrschaft, Unterdrückung und Judenverfolgung. Den daraufhin einsetzenden Diffamierungen entzog sich die Künstlerin im Garten ihres kleinen Häuschens in Heiligensee. Dort sah sie der Natur beim Wachsen zu und erfreute sich an ihren Düften. 1938 heiratete sie nach der Trennung von Til Brugman den 21 Jahre jüngeren Kurt Heinz Matthies, mit dem sie während der Kriegstage quer durch Deutschland reiste. 1944 wurde die Ehe geschieden. Erst nach dem Krieg war wieder an eine Hannah Höch Ausstellung zu denken. Bis zu ihrem Tod vermischte Hannah Höch Collage, Grafik und Gemälde in vielseitiger Weise und hinterließ ein bemerkenswertes und umfassendes künstlerisches Vermächtnis.

Hannah Höch starb als 88-Jährige am 31. Mai 1978 in ihrer Heimatstadt Berlin.

© Kunsthaus Lempertz

Hannah Höch Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Hannah HöchAngst€24.990
Hannah HöchTraumfahrt€18.000
Hannah HöchRaumsegler€13.685
Hannah HöchIris und Mohn€11.160
Hannah HöchAmme€9.960
Hannah HöchSterbendes Gewissen€9.600

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