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Daniel Lergon Preise
| Künstler | Kunstwerk | Preis (inkl. Aufgeld) |
|---|---|---|
| Daniel Lergon | Ohne Titel | €8.125 |
Daniel Lergon, geboren 1978 in Bonn, studierte von 2000 bis 2006 an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Lothar Baumgarten; er beendete seine Ausbildung mit einem Meisterschülerabschluss. Schon früh interessierte sich Daniel Lergon für das Licht, für dessen Verhältnis zu bestimmten Oberflächen und Werkstoffen. Aus dieser Faszination heraus entwickelte sich eine experimentelle Vorgehensweise, die zu unterschiedlichen Arbeiten und Projektserien führte. Die Beschaffenheit des Untergrundes, auf dem seine Bilder entstehen, ist für das Werk von Daniel Lergon von essenzieller Bedeutung. Licht und Materie sind die bestimmenden Größen im Schaffen des Künstlers, der nichts Geringeres versucht, als durch eine künstlerische Durchdringung des Urknalls das Geheimnis der Farbe zu ergründen. Mehr als 20 einzigartige Projekte sind innerhalb von 7 Jahren entstanden und vereinen auf einzigartige Weise künstlerische und wissenschaftliche Ansätze und Methoden. Dieses originelle Kunstverständnis hat dem Künstler eine Vielzahl an Einzelausstellungen im In- und Ausland gebracht.
Daniel Lergon beschäftigt sich in großer Komplexität mit der Farbe, aber seine Bilder entstehen seit geraumer Zeit ganz ohne den Gebrauch von Farben. Allein durch die geschickte Beschichtung von Oberflächen und die durchdachte Auswahl seiner Werkstoffe bringt der Künstler das einfallende Licht dazu, die von ihm gewünschte Farbgebung zu bewirken. Diese Vorgehensweise ist ebenso einzigartig wie charakteristisch und hebt die Kunst von Daniel Lergon heraus. Der Künstler verzichtet auf die Verwendung von Pigmenten, trägt auf seine Bilder nur transparenten Lack auf und überlässt es der Verbindung aus Licht und Materie, schillernde Farbspiele zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich Daniel Lergon mit einer untypisch umfassenden Palette an Werkstoffen auseinandergesetzt: Metallpulver auf Papier, transparenter Lack, Acryl, fluoreszierende Farbe und Metall zur künstlerischen Nutzbarmachung chemischer Prozesse wie zum Beispiel der Oxidation. Die Grenzen zwischen künstlerischer Arbeit und wissenschaftlichem Versuch verschwimmen so in Daniel Lergons Schaffen und geben den Blick frei auf neue Perspektiven.
Daniel Lergon ist sich darüber im Klaren, dass Menschen in einem anderen Farbraum leben als viele Tiere. Das menschliche Farbverständnis ist von der Beschaffenheit des menschlichen Auges bestimmt, das über zwei Rezeptoren verfügt, während es zum Beispiel in der farbintensiven Welt der Korallenriffe Krebse gibt, die derer zwölf besitzen. Derartige Überlegungen bezieht er in die Konstruktion seiner Erfahrungsräume ein, die seine Gemälde dem Betrachter eröffnen. Trotz seines großen Interesses an Naturwissenschaften, die einen maßgeblichen Einfluss auf Daniel Lergons Arbeit als Künstler nehmen, führt er seine kreative Tätigkeit nicht primär oder gar ausschließlich darauf zurück. Nicht überkomplexe theoretische Fragengebäude bestimmen den Charakter seiner Kunst, sondern konkrete Erfahrungen und praxisorientierte Überlegungen, die für jeden interessierten Menschen ohne akademische Vorbildung nachvollziehbar sind.
Daniel Lergon lebt und arbeitet in Berlin.
© Kunsthaus Lempertz
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| Daniel Lergon | Ohne Titel | €8.125 |
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