René Magritte - L' Aube à l'Antipode
René Magritte - L' Aube à l'Antipode

Magritte, René

Geburtsdatum/-ort

21. November 1898 in Lessines

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René Magritte beschränkte sich auf das Wesentliche – soweit es ihn selbst und seine Kunst betraf. Der belgische Maler, der zeitlebens nicht einmal ein eigenes Atelier besaß, malte ohne Schnörkel und Ballast, wollte nur das malen, was nach seiner Auffassung gemalt werden musste.

René Magritte - Schwierige Jugendjahre, Realitätsflucht in literarische Welten

René Magritte wurde am 21. November 1898 im belgischen Lessines geboren. Dem ältesten Sohn eines Schneiders und einer Hutmacherin war die Karriere als Künstler keineswegs in die Wiege gelegt, doch übte er sich schon als Zwölfjähriger im Malen und Zeichnen. Im Jahr 1912 wurde sein noch junges Leben durch den unerwarteten und tragischen Selbstmord der Mutter erschüttert. Bei der Auffindung der Leiche war René Magritte zugegen; den Anblick der Toten, den Kopf mit einem Nachthemd umwickelt, verarbeitete er später künstlerisch, indem er immer wieder mit Tuch verhüllte Köpfe in seine Bilder einfügte. Die Familie zog daraufhin in die Industriestadt Charleroi und hatte dort mit harten Lebensumständen zu ringen, vor denen der junge René in die fantastische Welt der Abenteuer- und Schauerromane floh: Edgar Allan Poe, Robert Louis Stevenson, Gaston Leroux, Maurice Leblanc und die Geschichten um den Meisterdieb Fantômas gehörten zu seiner bevorzugten Lektüre. Das Fantastische, oft Unmögliche in diesen Geschichten übte einen großen Einfluss auf den Künstler auf und faszinierte ihn so sehr, dass es später in seinen Gemälden einen unübersehbaren Niederschlag fand.

Impressionismus, Konstruktivismus, Dada und Surrealismus

René Magritte fand in der zwei Jahre jüngeren Georgette Berger eine Geliebte und Muse, die ihm häufig Modell stand und mit der er bis zu seinem Tod verheiratet blieb. Die frühen Bilder des Künstlers waren noch erkennbar vom Impressionismus geprägt, von dem er sich später entfernte. Während seines Militärdienstes stieß Magritte auf das Gemälde Das Lied der Liebe des italienischen Künstlers Giorgio de Chirico, das großen Eindruck auf ihn machte und seine weitere Malweise beeinflusste. Chirico hatte nach dem Empfinden von René Magritte genau das vollbracht, worauf es in der Kunst ankam: das Wesentliche zu erfassen. 1916 begann Magritte sein Studium an der Brüsseler Académie des Beaux-Arts, währenddessen er den Konstruktivismus kennenlernte. Seinen Lebensunterhalt verdiente der junge Maler zu Beginn der 1920er-Jahre als Musterzeichner in einer Tapetenfabrik sowie als Werbe- und Plakatmaler. Über den Kunsthändler E. L. T. Mesens, der seinem jüngeren Bruder Paul Klavierunterricht erteilt hatte, kam René Magritte mit der Dada-Bewegung in Kontakt. Seine eigentliche künstlerische Berufung fand der Maler jedoch erst im Surrealismus.

Kommerzieller Erfolg stellte sich erst spät ein

René Magritte musste seinen Lebensunterhalt lange mit kunstfernen Tätigkeiten verdienen, noch als 40-jähriger Ehemann war er auf die Unterstützung von Mäzenen angewiesen und als Atelier diente ihm eine Ecke seines Wohnzimmers, zwischen Tisch und Ofen. Mit den Surrealisten um ihren streitbaren und mitunter fanatischen Vordenker André Breton kam es zum Bruch, weil diese seinen planvollen Ideen und Konzepten in ihrem Streben nach Zufallsfindung und Automatismus skeptisch gegenüberstanden. René Magritte selbst betrachtete für seine Karriere den Zweiten Weltkrieg als bestimmenden Wendepunkt seiner Kunst: Vor dem Krieg habe er die Furcht vor dem Bösen gemalt, nach dem Krieg sei die Sehnsucht nach dem Guten seine treibende Inspiration gewesen. Erst in seinen letzten Lebensjahren stellte sich der lange ersehnte Erfolg ein, seine Bilder wurden auf der ganzen Welt gezeigt, amerikanische Maler wie Roy Lichtenstein und Robert Rauschenberg interessierten sich für seine Kunst. Magritte allerdings blieb in der bürgerlichen Enge seiner Wahlheimat Brüssel, die er gleichzeitig als bedrückend und schützend empfand – er kam zeitlebens kaum einmal über ihre Grenzen hinaus.

René Magritte starb am 15. August 1967 in Brüssel.

René Magritte Preise

Künstler Kunstwerk Preis
René Magritte L' Aube à l'Antipode €18.445
René Magritte Ohne Titel - Poire (Untitled - Poire) €18.150
René Magritte La Fidélité des Images €4.284

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