Konstantin Makowski

Geburtsdatum/-ort

2. Juli 1839, Moskau, Russland

Todestag/-ort

17. September 1915, Sankt Petersburg, Russland

Konstantin Makowski - Vierhändiges Klavierspiel
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Konstantin Makowski Biografie

Konstantin Makowski schätzte nicht nur die Kunst, sondern auch das gute Leben, das sie ihm ermöglichte. Der russische Maler verstand sich meisterhaft auf die Porträt- und Genremalerei, schöpfte aber sein künstlerisches Vermögen nicht zur Gänze aus, weil er allzu oft damit beschäftigt war, sein materielles Vermögen zu genießen.

Konstantin Makowski - Durch den Vater war der Weg zur Kunst vorgezeichnet

Konstantin Jegorowitsch Makowski wurde am 20. Juni in Moskau geboren. Die Kunst spielte von Kindesbeinen an eine große Rolle im Leben Konstantin Makowskis, war doch schon sein Vater Jegor Makowski ein großer Kunstliebhaber und selbst als Künstler aktiv. Zum Freundeskreis der Familie gehörten bekannte Malerpersönlichkeiten wie Karl Bryullow und Vasily Tropinin, mit denen Makowski schon früh Umgang pflegte und eine entsprechende Weichenstellung empfing. Sein Studium, das er 1851 an der von seinem Vater mitbegründeten Moskauer Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architketur aufnahm, verlief überaus erfolgreich und brachte ihm mehrere Auszeichnungen ein. In diesen Jahren entwickelte und festigte Konstantin Makowski seine Vorliebe für die Romantik und seine Neigung zu ausschmückenden Details, die ihn sein ganzes Künstlerleben lang begleitete. 1858 ging Makowski nach St. Petersburg, wo er sein Studium an der dortigen Akademie der Künste fortsetzte. Hier erregte er mit seinem unübersehbaren Talent viel Aufsehen; für sein Historienbild Agenten des Pseudodemetrius töten Fjodor Godunow wurde er 1862 mit einer Kleinen Goldmedaille ausgezeichnet.

Große Erfolge mit Porträts und Alltagsbildern

Konstantin Makowski brachte es trotz seiner frühen Achtungserfolge nicht zu einem formellen Abschluss seines Studiums, weil er sich 1863 einer Studentenrevolte anschloss: Gemeinsam mit 13 weiteren dekorierten Absolventen lehnte er es ab, ein Bild zu einem vorgegebenen Thema zu malen und zog es stattdessen vor, die Akademie ohne Abschluss zu verlassen. Seine großen künstlerischen Erfolge brachten ihm wenige Jahre später allerdings doch den Professorentitel und die Mitgliedschaft in der Kunstakademie ein. In den 1860er-Jahren widmete sich Makowski dem Alltag in St. Petersburg und zeigte in düsteren Bildern mit erdigen Farben die Lebenssituation einfacher Menschen. Zu den Bildern dieser Zeit gehören Die Witwe (1865) und Der Heringsverkäufer (1867). Berühmt wurde seine monumentale Darstellung des Masleniza-Festes, mit dem in St. Petersburg das Ende des Winters gefeiert wurde. Die greifbare Gegenwart verschwand erst in den 1870er-Jahren aus dem Interesse Konstantin Makowskis, als er sich schließlich mehr und mehr historischen Themen zuwandte.

Historische Szenen in verklärt-romantischem Gewand

Konstantin Makowski unternahm 1870 Reisen nach Serbien und Ägypten, wo er sein Verständnis von Farbe vertiefte und erweiterte. Zwei seiner berühmtesten Werke, die Übergabe des heiligen Teppichs von Mekka nach Kairo (1875) und Die bulgarischen Märtyrer (1876) entstanden infolge der auf diesen Reisen gesammelten Eindrücke. Immer wieder war aber auch seine Heimat Russland das Thema seiner Bilder, wobei er dazu neigte, die Lebensweisen vergangener Jahrhunderte romantisch zu verklären. Konstantin Makowski gehörte außerdem zu den Gründern der Peredwischniki (»Wanderer«), einer Gruppe von Malern, die sich gegen die strengen Vorgaben der Kaiserlichen Kunstakademie in St. Petersburg zur Wehr setzen und eigenen künstlerischen Prinzipien folgen wollten. Trotz seiner unbestrittenen künstlerischen Ambitionen und seiner großen Erfolge stand er gerade in seinen letzten Jahren immer wieder in Gefahr, seine schöpferische Integrität durch hedonistische Tendenzen zu unterlaufen. Seine Neigung zum Genuss der Annehmlichkeiten, die ihm seine Erfolge als Maler bescherten, führten dazu, dass in dieser Zeit immer wieder auch Kritik an einer gewissen Eintönigkeit seiner Werke laut wurde, weil der Meister sich allzu routiniert auf das bislang Erreichte verließ.

Konstantin Makowski starb 30. September 1915 in Petrograd bei einem Verkehrsunfall – seine Kutsche kollidierte mit einer Straßenbahn. Der Maler Wladimir Makowski war sein jüngerer Bruder.

© Kunsthaus Lempertz

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