Amedeo Modigliani

Geburtsdatum/-ort

12. Juli 1884 in Livorno

Todestag/-ort

24. Januar 1920 in Paris

Amedeo Modigliani - Chaïm Soutine assis à une table
Amedeo Modigliani - Chaïm Soutine assis à une table

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Amedeo Modigliani Biografie

Amedeo Modigliani verstand sich als Wunderkind, als Auserwählter und besonders Begnadeter, dem es bestimmt war, die Welt mit seiner Kunst zu erleuchten. Seine Zeitgenossen sahen das allerdings anders, empfanden seine Vorliebe für Aktdarstellungen als Skandal und verweigerten ihm die gewünschte Anerkennung. Der Künstler flüchtete sich in Alkohol und Drogen, starb früh und wurde schließlich von der Nachwelt entdeckt.

In Fieberträumen fand Amedeo Modigliani zur Kunst

Amedeo Modigliani wurde am 12. Juli 1884 in Livorno geboren. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen in einem aufgeklärten jüdischen Elternhaus auf und hatte in seiner Kindheit mit schweren Erkrankungen zu kämpfen, darunter Tuberkulose. Die gesundheitlichen Schwierigkeiten begleiteten ihn sein Leben lang, ebenso wie die wirtschaftlichen. Seine Mutter, eine gebürtige Französin, übersetzte Gedichte von Gabriele D'Annunzio, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, und sie lehrte Amedeo Modigliani auch früh die französische Sprache. Angeblich habe ihm ein durch seine Krankheit verursachter Fiebertraum seine Bestimmung zum Künstler enthüllt. In der Folge erlaubten ihm seine Eltern, privaten Mal- und Zeichenunterricht bei Guglielmo Micheli zu nehmen. Als mit 14 Jahren jüngster Student in der Klasse orientierte er sich zunächst am impressionistischen Stil und begeisterte sich für die Aktmalerei. Tiefen Eindruck auf den jungen Amedeo Modigliani machte eine Reise nach Rom, die er mit seiner Mutter unternahm. Seine diesbezüglichen Empfindungen hielt er in fünf Briefen an seinen Künstlerfreund Oscar Ghiglia fest.

Als Bohemien auf dem Montmartre

Amedeo Modigliani studierte in Florenz bei Giovanni Fattori und widmete sich intensiv der Kunst der Renaissance. In Venedig vertiefte er seine Kenntnisse im Aktzeichnen, kam auf den Biennalen mit dem Werk von Auguste Rodin und dem Symbolismus in Kontakt, nahm an spiritistischen Sitzungen teil und konsumierte erstmals Haschisch. 1906 übersiedelte Amedeo Modigliani nach Paris. Dort hatten im Jahr zuvor die Fauvisten um Henri Matisse und André Derain für viel Aufsehen gesorgt und die Kunstwelt in Bewegung gesetzt. An der Académie Colarossi widmete sich Modigliani einmal mehr dem Aktzeichnen, musste aber auf dem Montmartre häufig den Wohnort wechseln, weil er die Miete nicht bezahlen konnte. Mit dem deutschen Maler Ludwig Meidner pflegte er in diesen Jahren eine enge Freundschaft und trotz anhaltender gesundheitlicher und finanzieller Probleme beteiligte er sich rege an den Ausschweifungen im Pariser Künstlermilieu. Sein Malerkollege Henri Doucet machte Modigliani mit dem jungen Arzt Paul Alexandre bekannt, der den Künstler förderte und ihm Zugang zur Pariser Oberschicht verschaffte.

Skandalumwitterte Aktgemälde, Drogensucht und früher Tod

Amedeo Modigliani versuchte sich unter dem Einfluss des rumänischen Künstlers Constantin Brâncuși kurzzeitig als Bildhauer, hatte in dieser Zeit eine Affäre mit der russischen Dichterin Anna Achmatova und konnte einige seiner Skulpturen bei Amadeo de Souza-Cardoso präsentieren. Er lernte Jacques Lipchitz und Jacob Epstein kennen, kehrte aber 1914 wieder zur Malerei zurück – vielleicht auch, weil seine angeschlagene Gesundheit den Strapazen der Bildhauerei nicht mehr gewachsen war. Weil mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs der Kontakt zu seinem Förderer Alexandre abgerissen war, ließ sich Modigliani nun von Paul Guillaume vertreten. Mit seinen Freunden Chaim Soutine und Maurice Utrillo gab sich Amedeo Modigliani der Drogen- und Alkoholsucht hin, heftig kritisiert von seiner Geliebten Beatrice Hastings. Diese verließ er schließlich für die gerade 19-jährige Jeanne Hébuterne. In diesen Jahren schuf Modigliani hauptsächlich Porträts und Akte, eine Präsentation der Bilder in der Galerie von Berthe Weill führte wegen der unverhohlenen Freizügigkeit zu einem Skandal. Charakteristisch für die Akte Modiglianis waren die beinahe grotesk in die Länge gezogenen Köpfe seiner Modelle und die rötliche und grau-blaue Farbgebung.

Amedeo Modigliani starb am 24. Januar 1920 in Paris. Sein früher Tod verfestigte die romantische Vorstellung vom unglücklichen Bohemien; seine Verlobte Jeanne folgte ihm durch Suizid.

© Kunsthaus Lempertz

Amedeo Modigliani Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Amedeo ModiglianiChaïm Soutine assis à une table€125.000
Amedeo ModiglianiCariatide€71.400
Amedeo ModiglianiPortrait de Conrad Moricand€22.320

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