Meret Oppenheim

Geburtsdatum/-ort

6. Oktober 1913, Berlin

Todestag/-ort

15. November 1985, Basel, Schweiz

Meret Oppenheim - Ohne Titel (Reisegalerie)
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Meret Oppenheim Biografie

Meret Oppenheim wollte frei sein, und sie wusste, dass sie als Frau für dieses Ziel hart arbeiten musste. Mit ihrer im Surrealismus verwurzelten Objektkunst wuchs sie über die Rolle der Muse hinaus zu einer gefeierten Gestalterin und zu einem Idol ihrer Generation.

Meret Oppenheim - Literatur und Malerei prägten Kindheit und Jugend

Meret Oppenheim wurde am 6. Oktober 1913 in Charlottenburg, heute ein Ortsteil von Berlin, geboren. Die Tochter eines deutsch-jüdischen Arztes wuchs in einem kunstaffinen Elternhaus auf: Ihren Namen verdankte sie dem Meretlein aus dem Grünen Heinrich von Gottfried Keller, ihre Großmutter Lisa Wenger war eine gefeierte Schweizer Künstlerin, die Kinderbücher schrieb und in ihrer Jugend Kunstakademien in Paris, Florenz und Düsseldorf besucht hatte. Ihre Tante Ruth Wenger, eine Konzertsängerin, war zeitweilig mit dem Schriftsteller Hermann Hesse verheiratet, Meret Oppenheim selbst las gern die Schriften von Goethe, Rilke und den Romantikern. Vor allem aber machte sich die Neigung zur Kunst bei Meret Oppenheim früh bemerkbar; schon während des Schulunterrichts fanden sich in ihrem Mathematikheft mehr Zeichnungen als Rechnungen. Ein Freund der Familie, der Bildhauer Carl Burckhardt, brachte Oppenheim in Kontakt mit seinem Sohn Titus Burckhardt und dessen Freunden, den Basler Künstlern Otto Abt, Walter Bodmer, Walter Kurt Wiemken und Iréne Zurkinden.

Man Ray machte sie zur »Muse der Surrealisten«

Meret Oppenheim reiste im Mai 1932 gemeinsam mit Irène Zurkinden nach Paris, um ihren großen Lebenstraum, Künstlerin zu werden, in die Tat umzusetzen. Das führte keineswegs zum Bruch mit den Eltern, die für den Freiheitsdrang ihrer Tochter viel Verständnis aufbrachten. Meret war gerade 18 Jahre alt, als sie Hans Arp und Alberto Giacometti kennenlernte. Arp und Giacometti zeigten sich beeindruckt von den frühen Arbeiten der jungen Malerin und luden sie ein, ihre Bilder im Salon des Surindépendants einem größeren Publikum zu präsentieren. Im Kreis der Surrealisten um André Breton fühlte sie sich bald heimisch, nicht zuletzt durch eine mehrere Monate währende Liebesbeziehung mit Max Ernst. In dieser Zeit posierte sie für den berühmten Aktzyklus Érotique voilée von Man Ray, der ihr den Ruf einer »Muse der Surrealisten« einbrachte. Die Freimütigkeit und das Selbstbewusstsein, mit der sie Modell stand, war charakteristisch für ihre Lebensweise: Sie hatte zahlreiche kurzlebige Affären: mit Giacometti, Breton und mit verschiedenen Frauen. Als sie schließlich in die Hochzeit mit Wolfgang La Roche einwilligte, führte sie auch mit diesem eine offene Beziehung. Meret Oppenheim bestand auf ihre Freiheit – in jeder Hinsicht. Max Ernst bemerkte einmal, Meret sei ihnen allen über den Kopf gewachsen.

Das Frühstück im Pelz als surrealistisches Meisterwerk

Meret Oppenheim schuf ihr wohl berühmtestes Werk im Jahr 1936: Das Frühstück im Pelz atmet ganz den Geist des Surrealismus. Das Objekt besteht aus einer Tasse und einem Löffel, beides mit Pelz überzogen. Der heute weitbekannte Titel des Werks stammt von André Breton, der mit Déjeuner en fourrure Manets berühmtes Gemälde Le déjeuner sur l'herbe zu persiflieren gedachte. Es wurde erstmals in der »Exposition surréaliste d'objets« präsentiert und trat bald darauf einen Siegeszug um die Welt an. Alfred H. Barr brachte es bereits im Winter 1936/37 im Rahmen der berühmten Ausstellung »Fantastic Art, Dada, Surrealism« nach New York ins Museum of Modern Art. Oppenheim kehrte in die Schweiz zurück, kämpfte sich durch eine mehrjährige Schaffenskrise und zog schließlich von Basel nach Bern, weil ihre Heimatstadt ihr nicht genug Wertschätzung zuteilwerden ließ. 1983 wurde in Bern der Meret-Oppenheim-Brunnen eingeweiht. Der umgangssprachlich Oppenheimbrunnen genannte Brunnen auf dem Waisenhausplatz in Bern besteht aus einer hohen Betonsäule, die von Spöttern wenig schmeichelhaft als Abluftrohr der unter dem Platz befindlichen Tiefgarage bezeichnet wird.

Meret Oppenheim starb am 15. November 1985 in Basel.

© Kunsthaus Lempertz

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