Tiepolo, Giovanni Battista

Geburtsdatum/-ort

1696 Venedig

Todestag/-ort

1770 Madrid

Giovanni Battista Tiepolo
Giovanni Battista Tiepolo - DIE EINSETZUNG DES ROSENKRANZES

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Giovanni Battista Tiepolo vereinte mit seiner überquellenden Kunst die Pracht des ausgehenden Barock und den Rausch des erblühenden Rokoko. Der venezianische Maler, der gelegentlich auch als Giambattista Tiepolo geführt wird, inszenierte seine schwelgerischen Deckengemälde mit Motiven aus Mythos, Religion, Geschichte und Oper als gleichzeitigen Abgesang und Höhepunkt einer künstlerisch glanzvollen und lichtdurchfluteten Epoche an der Schwelle zum Klassizismus.

Giovanni Battista Tiepolo - Unterricht bei Gregorio Lazzarini, kometenhafter Aufstieg in Venedig

Giovanni Battista Tiepolo wurde am 5. März 1696 in Venedig geboren. Sein Vater Domenico, ein selbstständiger Schiffseigner, starb nur wenige Monate später, hinterließ aber ein ausreichendes Vermögen, sodass die immerhin siebenköpfige Familie keine Not zu leiden brauchte. Das früh erkennbare künstlerische Talent des kleinen Giovanni führte zum Malunterricht bei Gregorio Lazzarini, einem der führenden venezianischen Meister seiner Zeit. Seinen persönlichen, leicht melancholischen Stil mit einem ausgeprägten Gespür für Dramatik entwickelte Giovanni Battista Tiepolo aber vor allem unter dem Einfluss seiner zeitgenössischen Vorbilder Giovanni Battista Piazzetta, Sebastiano Ricci und Federico Bencovich. Der Blick in die Geschichte brachte ihn in Kontakt mit den Werken von Tizian, Tintoretto und vor allem Paolo Veronese, dessen Einfluss auf Tiepolos Schaffen kaum zu übersehen ist. Schnell machte er sich einen Namen als hochbegabter Maler, errang mit 21 Jahren die Meisterwürde, wurde zum künstlerischen Berater des Dogen und heiratete mit Cecilia Guardi die Schwester der berühmten venezianischen Kunstmaler Giovanni Antonio Guardi und Francesco Guardi.

Das künstlerische Hauptwerk des Italieners entstand in Deutschland

Giovanni Battista Tiepolo arbeitete fünf Jahre lang im Palazzo Labia in seiner Heimatstadt Venedig, ehe er im Jahr 1750 dem Ruf des Fürstbischofs Karl Philipp von Greifenclau nach Würzburg folgte – gemeinsam mit seinen Söhnen Giovanni Domenico und Lorenzo, die als Maler in die großen Fußstapfen ihres berühmten Vaters getreten waren. Tiepolo war neben Tizian der einzige italienische Künstler von Weltrang, der auch in Deutschland arbeitete. Seine Arbeiten in der von Balthasar Neumann errichteten Würzburger Residenz, zu denen unter anderem eine prachtvolle Darstellung der Hochzeit von Kaiser Friedrich Barbarossa und seiner zweiten Frau Beatrix von Burgund gehörte, werden in der Kunstgeschichte als das unumstrittene Hauptwerk von Giovanni Battista Tiepolo verortet. Die licht- und effektreichen Fresken zeugen nicht nur von der überbordenden Fantasie ihres Schöpfers, sondern stellen auch den unerreichten Höhepunkt der europäischen Deckenmalerei dar. Giovanni Battista Tiepolo war der erste Präsident der Accademia di belle arti di Venezia, die er in den 1750er Jahren gemeinsam mit seinem berühmten Malerkollegen Giambattista Pittoni gründete.

Letzte Triumphe und späte Ermüdungserscheinungen in Madrid

Giovanni Battista Tiepolo reiste 1762 mit seinen Söhnen nach Madrid, um dort auf Einladung von Kaiser Karl III. die künstlerische Gesamtausstattung für den königlichen Palast zu gestalten. Dieser Auftrag gilt als künstlerischer Höhepunkt im Alterswerk und gleichzeitig letzter großer Triumph in der glanzvollen Karriere des Italieners, der im Angesicht erstarkender Konkurrenz mit Ermüdungserscheinungen zu kämpfen hatte. So musste Giovanni Battista Tiepolo in den letzten Jahren seines Lebens einen zunehmenden Bedeutungsverlust verkraften: Seine opulenten Malereien trafen nicht mehr den Geschmack des Madrider Hofes, der zunehmend den klassizistischen Stil von Tiepolos jungem Konkurrenten Anton Raphael Mengs bevorzugte. Eine empfindliche Demütigung bedeutete die Ablehnung seiner sieben Altarbilder für die Kirche in Aranjuez; die daraufhin angestrebte Rückkehr nach Italien scheiterte jedoch an der schlechten gesundheitlichen Verfassung des betagten Venezianers. Giovanni Battista Tiepolo starb am 27. März 1770 in Madrid. Ungeachtet der späten schmerzlichen Erfahrungen besteht sein Ruf als einer der bedeutendsten europäischen Maler des 18. Jahrhunderts bis heute fort – noch im Jahr 2003 wurde ein Asteroid nach ihm benannt.

© Kunsthaus Lempertz

Giovanni Battista Tiepolo Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Giovanni Battista TiepoloInnenraum mit Kapuzinermönchen am Sterbebett eines Ordensbruders€500.000
Giovanni Battista TiepoloDIE EINSETZUNG DES ROSENKRANZES€456.000
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