Georg Schrimpf - Chiemsee

Georg Schrimpf - Chiemsee - image-1
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Georg Schrimpf

Chiemsee
1931

Öl auf Leinwand 51 x 83 cm

Die oberbayrische Landschaft ist ein Thema, dem Georg Schrimpf sich immer wieder gewidmet hat. Als Vertreter der Neuen Sachlichkeit fühlte er sich der Darstellung des Gegenstandes, der Figur und der Landschaft verpflichtet. Die Ideen des Expressionismus, wie auch andere avantgardistische Formen der Abstraktion, wurden von ihm und den anderen neusachlichen Künstlern in Frage gestellt, bzw. für überwunden gehalten. Dennoch war Schrimpf nicht primär an naturalistischer Schilderung der Dingwelt interessiert, sondern wollte durch die besondere farbliche Behandlung wie auch durch das Herausstellen feinster Details mit präzisem Pinselstrich die Geheimnisse hinter den Dingen aufdecken. Der Zauber, den diese idyllische Landschaft ausstrahlt, ist somit das Ergebnis seiner bildnerischen Komposition. Die geheimnisvoll ambivalente atmosphärische Stimmung der Landschaft wird trotz ihrer Ruhe nicht nur als romantisch empfunden,- Schrimpfs Ziel war es vielmehr mit den malerischen Stilmitteln der Altmeister und mit dem Naturlyrismus eines Caspar David Friedrich zu verfremden und zu beseelen. Besondere Kennzeichen der Landschaften Schrimpfs sind die ungeheure Weite des Raums wie auch die reichen Abstufungen der Farbe. Der Tiefe der Landschaft steht die präzise gezeichnete, fast greifbare Nähe des Vordergrundes kontrastreich und lebendig gegenüber.

Werkverzeichnis

1931/5 Hofmann/Praeger

Provenienz

Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben (1935), seitdem Familienbesitz, Privatsammlung Süddeutschland

Lot 220 Dα

Schätzpreis:
35.000 € - 40.000 €

Ergebnis:
43.920 €