Auktion 1043, Moderne Kunst 28. November 2014, 28.11.2014, 18:00, Köln Lot 216

Georg Kolbe, Kauernde

Georg Kolbe, Kauernde, 1917, Auktion 1043 Moderne Kunst 28. November 2014, Lot 216
Georg Kolbe, Kauernde, 1917, Auktion 1043 Moderne Kunst 28. November 2014, Lot 216
Georg Kolbe, Kauernde, 1917, Auktion 1043 Moderne Kunst 28. November 2014, Lot 216
Georg Kolbe, Kauernde, 1917, Auktion 1043 Moderne Kunst 28. November 2014, Lot 216

Georg Kolbe

Waldheim/Sachsen 1877 - 1947 Berlin

Kauernde

1917

Bronzeplastik. Höhe 23,5 cm. Auf der mitgegossenen Bronzeplinthe (10 x 10,2 cm) hinten rechts monogrammiert 'GK' (ligiert) sowie seitlich am Plinthenrand mit dem Giesserstempel "H. NOACK BERLIN" versehen. Einer von insgesamt 30 bekannten Güssen. - Mit schwarzbrauner, leicht glänzender Patina.

Berger 31

Wir danken Ursel Berger, Berlin, für ergänzende Hinweise.

Provenienz

Aus dem Familienbesitz des Künstlers erworben; Privatbesitz Süddeutschland

Literatur

Wilhelm Valentiner, Georg Kolbe. Plastik und Zeichnungen, München 1922, S. 46 mit Abb. Tafel 23; Ursel Berger, Georg Kolbe - Leben und Werk, mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, S. 238 f. mit Abb.

Die 1917 geschaffene "Kauernde" wurde 1919 von dem Berliner Galeristen Ferdinand Möller in einer Auflage von 15 Exemplaren verlegt und vermutlich im gleichen Jahr zusammen mit weiteren Werken Kolbes, Scheibes und Marcks' bei Möller ausgestellt. Aufgrund der großen Beliebtheit der Bronze entschied sich Kolbe für eine zweite Auflage, von der aber dann nur 3 Exemplare (1940) gegossen wurden. Mit Kolbes Einverständnis wurden ca. 13 weitere Bronzen posthum ausgeführt. „Die ‚Kauernde' zeichnet sich durch einen nahezu symmetrischen Aufbau von großer Klarheit aus. Arme und Unterschenkel stehen im rechten Winkel zueinander und bilden ein auf die Spitze gestelltes Quadrat. Dennoch wirkt die Figur nicht konstruiert; durch den nach hinten geworfenen Kopf mit den geschlossenen Augen und dem gespannten Gesichtsausdruck vermittelt sie einen für Kolbes Werke typischen Stimmungsgehalt.“ (Ursel Berger, Georg Kolbe - Leben und Werk, Berlin 1990, S. 239) Sechs Jahre später schuf Kolbe als Pendant zur "Kauernden" die "Sitzende" (Berger 55), die jedoch im Gegensatz zum natürlichen Liebreiz der "Kauernden" stilisierte und, für seine expressionistische Phase typisch, abstrahierte Formen aufweist.

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