Pablo Picasso - Femme

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Pablo Picasso

Femme
Um 1940

Découpage, doppelseitige Bleistiftzeichnung auf bräunlichem Halbkarton 10,1 x 3,6 cm Doppelansichtig unter Glas bzw. Acrylglas gerahmt. Unbezeichnet. Rückseitig an den Fußsohlen mit Bleistift beziffert '2' und '1'. - Punktuell im Rückenbereich mit durchsichtigem Klebeband auf Acrylglasplatte montiert. Einige wenige Atelierspuren.

Obgleich technisch betrachtet ein zugeschnittenes Papier mit Zeichnung, versteht sich die vorliegende Arbeit Picassos doch als originäre Plastik. Die doppelseitige Gestaltung der unbekleideten Figur folgt dieser dezidiert räumlichen Konzeption des Werkes. Kleinere Atelierspuren lassen weiterhin die Vermutung zu, dass der Künstler das zunächst zweidimensionale Objekt durch Faltung auch in die dritte Dimension entwickelt hat. Werner Spies hat darauf hingewiesen, welch weitreichende Wirkung die scheinbar beiläufig aus Papier geschnittenen und gerissenen Falzarbeiten für Picassos Werk gehabt haben dürfen: In Antizipation der gefalteten Blechskulpturen kündige sich im Experiment dieser kleinformatigen Werke aus der Zeit um 1940 ein zentrales Konstruktionsprinzip für das Spätwerk des Bildhauers Picasso an (vgl. Werner Spies, Picasso, Das plastische Werk, Stuttgart 1971, S. 144).
Die besondere Relevanz des hinreißenden Stückes wird auch durch seine außerordentliche Provenienz unterstrichen. Bevor es über Jan Krugier und Alfred Schmela in eine österreichische Privatsammlung kam, befand es sich über viele Jahre im Besitz von Pablo Picassos Modell und Geliebter Marie-Thérèse Walter.

Zertifikat

Mit einem Foto-Zertifikat der Galerie Jan Krugier, Genf, vom Dezember 1973

Provenienz

Ehemals Sammlung Marie-Thérèse Walter (Sammlungsstempel auf dem Foto-Zertifikat); Galerie Jan Krugier, Genf; Privatsammlung Österreich

Ausstellung

Genf 1973 (Galerie Jan Krugier), Une Collection Picasso, Nr. 87; Düsseldorf 1977 (Galerie Schmela), Picasso privat

Lot 283 D

Schätzpreis:
20.000 € - 25.000 €

Ergebnis:
34.720 €