Tête-à-tête mit Ansichten von Schloss Kamenz

Tête-à-tête mit Ansichten von Schloss Kamenz

Porzellan, Emaildekor, Vergoldung; mit geprägtem Leder bespannter Holzkoffer mit Messingbeschlägen. Bestehend aus Tablett, Kaffeekanne, Milchkännchen, Zuckerdose mit Deckel und zwei Tassen mit UT. Kräftiger Purpurfond mit goldenem Rollwerk, die in Biscuit gehaltenen Rocaillen und Spaliere mattvergoldet, das Tasseninnere vergoldet. In den Kartuschen insgesamt 15 Ansichten von Schloss und Park Kamenz, in den Kartuschen der Deckel Blumenbouquets. Blaumarke Zepter und Pfennig, rote Reisapfelmarke, Pressnummern. L Tablett 42,5 cm; H Kaffeekanne 19,3 cm.
Berlin, KPM, um 1865.

Schloss Kamenz in Niederschlesien war das größte und gleichzeitig letzte Gebäude, das nach Plänen Karl Friedrich Schinkels erbaut wurde. Den Auftrag zum Bau einer ländlichen Residenz hatte Schinkel 1838 von Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau und ihren Ehemann Prinz Albrecht von Preußen erhalten.
Schinkel besuchte den Bauplatz in Kamenz erstmals im April 1838 und entwarf dann einen massiven Ziegelsteinbau in neugotischem Stil, dessen Erscheinung durch die vier Ecktürme beherrscht wird.
Am 15. Oktober 1838 fand in Anwesenheit des Architekten und des Prinzenpaares die Grundsteinlegung statt, die Bauleitung übernahm Ferdinand Martius. Die Bautätigkeiten wurden durch die ehelichen Turbulenzen des Prinzenpaares mehrfach behindert und kamen nach der Märzrevolution von 1848 zeitweise ganz zum Erliegen. In den Jahren zwischen 1858 und 1868 wurde ein von Peter Josef Lenné entworfener Terrassengarten angelegt. Erst 1873 konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden.

Lot 237 Dα

Schätzpreis:
10.000 € - 15.000 €

Ergebnis:
21.080 €