Seltener Deckelbecher

Seltener Deckelbecher

Porzellan, Emaildekor, Vergoldung. Leicht konisch, auf profiliertem Fuß. Flacher Einsatzdeckel mit Balusterknauf. Beide Seiten bemalt mit chinesischen Familienszenen: Ein Kind am Gängelband und ein Paar am Tisch, mit einem Säugling spielend. Ohne Marke. Chip am Fußrand, Dekor partiell berieben, Deckel mit vergilbter Altrestaurierung. H 15,6 cm.
Meißen, um 1725, der Dekor wohl Johann Gregorius Hoeroldt zuzuschreiben.

Die Zuschreibung an Hoeroldt und die genaue Datierung erfolgt aufgrund eines zweiten Bechers, leider ohne Deckel, aber mit identischer Kartusche und gleichfalls mit Kinderszenen bemalt. Er trägt die Bezeichnung "Rahel Eleonor Höroldt / d. 26. Nov. / 1725". Pietsch, der diesen Becher publiziert hat, geht davon aus, dass Hoeroldt ihn für seine Ehefrau Rahel Eleonore bemalt hat. Auch die stilistischen Eigenheiten wie der Wegfall der Tiefenräumlichkeit scheinen für seinen Stil in dieser Periode zu sprechen.

Provenienz

Aus einer alten rheinischen Familiensammlung

Literaturhinweise

Vgl. Pietsch, Johann Gregorius Höroldt 1696 - 1775, Nr. 117, S. 146 f.

Lot 618 Dα

Schätzpreis:
4.000 € - 6.000 €

Ergebnis:
6.944 €