Fritz Klimsch - In Wind und Sonne

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Fritz Klimsch

In Wind und Sonne
1936

Bronze Höhe 147 cm Auf der mitgegossenen Plinthe rückseitig links monogrammiert 'FK' (ligiert) und mit dem Gießerstempel "H. NOACK BERLIN" versehen. - Mit schöner schwarz-grüner Patina.

Die angebotene Bronze „In Wind und Sonne“ hat Fritz Klimsch selbst als eine seiner schönsten bezeichnet. Dem Bildhauer gelingt es hier in überzeugender Weise, der Figur gleichzeitig Bewegung und Ruhe einzuhauchen und diese Gegenpole zu einer ganz natürlich wirkenden Einheit zu verschmelzen. Klimsch versetzt den Körper der jungen Frau in eine elegante vertikale Schwingung. Zugleich dreht er ihn mit Hilfe des behutsam nach vorne tretenden rechten Beins, den seit- und rückwärts angewinkelten Armen und des nach links geneigten Kopfes mehrfach leicht gegenläufig in der Achse. Die junge Frau scheint die imaginären Sonnenstrahlen zu genießen und sich gleichzeitig vor einem vielleicht etwas kühlen Windhauch zu schützen. Dazu führt Walter Manggold aus: „Die sinnliche Freude an der Erscheinung, die Kraft der bildhauerisch-formalen Gestaltung, die frei ausschwingende, große Linie einer fast lyrisch beseelten Auffassung sind die Elemente der Kunst Fritz Klimschs.“ Er ergänzt, dass „die Daseinsfreude einer gesteigert empfundenen Wirklichkeit“ aus seinen Werken spreche, „die ihren Ausdruck in der plastisch ausgeglichenen Form findet.“ (Walter Manggold, Fritz Klimsch, in: Die Kunst für Alle, op. cit., S. 108.) Nicht zuletzt trägt in unserem Fall die reizvolle Patina zu der besonderen Gesamtwirkung bei.

Werkverzeichnis

Braun 176

Provenienz

Ehemals Privatsammlung Köln; Privatsammlung Sachsen

Literaturhinweise

Uli Klimsch, Fritz Klimsch. Die Welt des Bildhauers, Berlin 1938, S. 52, Abb. S. 102 u. 103; Walter Manggold, Fritz Klimsch, in: Die Kunst für Alle, 55. Jg., 1939-40, S. 108 ff., Abb. S. 110; Egbert Delpy, Fritz Klimsch, Berlin 1942, Abb. Nr. 34; Hermann Braun, Fritz Klimsch. Werke, Hannover 1980, Nr. 28 mit Abb. S. 72

Ausstellung

Köln 1970 (Gemälde-Galerie Abels), Kat. Nr. 8 mit Abb. (möglicherweise dieses Exemplar)

Lot 222 D

Schätzpreis:
40.000 € - 50.000 €

Ergebnis:
62.000 €