Salvador Dali Y Domenech - Étude pour "le pagne" ou "Linge de pudeur du Christ" du tableau "Corpus Hypercubus"

Salvador Dali Y Domenech - Étude pour "le pagne" ou "Linge de pudeur du Christ" du tableau "Corpus Hypercubus" - image-1
Salvador Dali Y Domenech - Étude pour "le pagne" ou "Linge de pudeur du Christ" du tableau "Corpus Hypercubus" - image-2
Salvador Dali Y Domenech - Étude pour "le pagne" ou "Linge de pudeur du Christ" du tableau "Corpus Hypercubus" - image-1Salvador Dali Y Domenech - Étude pour "le pagne" ou "Linge de pudeur du Christ" du tableau "Corpus Hypercubus" - image-2

Salvador Dali Y Domenech

Étude pour "le pagne" ou "Linge de pudeur du Christ" du tableau "Corpus Hypercubus"
1954

Öl auf Leinwand 19 x 24 cm Unter Glas gerahmt. Unten rechts schwarz monogrammiert 'S.D.' - Mit einer alten Retusche in der linken unteren Ecke.

Das angebotene Werk entstand als unmittelbare Studie für das im selben Jahr vollendete großformatige Ölgemälde "Corpus Hypercubus (Crucifixion)" (The Metropolitan Museum of Art, New York), das den gekreuzigten Jesus zeigt, der von Dalís Frau Gala betrachtet wird (s. Vergleichsabb.). In unserer Detailstudie konzentriert sich Dalí auf die genaue Wiedergabe des traditionellen, knapp gehaltenen Lendenschurzes, den Leib Christi lediglich ausschnitthaft andeutend. Das weißliche Tuch ist an zwei Enden locker um die Hüftkordel gebunden und bedeckt in einem sorgfältig angelegten Faltenwurf genau den körperlichen Schambereich.
Seit den frühen 1950er Jahren hatte sich Dalí verstärkt mit den Themen Religion und Mystizismus auseinandergesetzt. In seinem "Mystischen Manifest" aus dem Jahr 1951 schreibt er: „Einem Ex-Surrealisten können 1951 keine subversiveren Dinge passieren als die beiden folgenden: erstens mystisch zu werden und zweitens zeichnen zu können. […] Gebrauche die malerische Technik der Renaissance, denn damals wurden ein für allemal die bildnerischen Mittel mit der höchsten visuellen Wirkungskraft erfunden. Die Dekadenz der modernen Malerei kommt vom Skeptizismus und der mangelnden Gläubigkeit. […] Ich will, daß mein nächster Christus das Bild sein wird, das mehr Schönheit und Freude enthält als alle, die bis heute gemalt wurden. [...] Jetzt beginnt mit mir die neue Epoche der mystischen Malerei.“ (Robert Descharnes/Gilles Néret. Salvador Dalí 1904 - 1989. Das malerische Werk, Bd. II, Köln 1993, S. 456 ff.)

Zertifikat

Mit einer Bestätigung von Robert und Nicolas Descharnes, Paris, vom 19.10.2005. Die Arbeit ist in den Archives Descharnes unter der Nr. H-960/1086 registriert.

Provenienz

Ehemals Sammlung Perrot-Moore, Cadaqués; Artcurial Paris, Vente Art Moderne, 27. Juni 2005, Los 78; Privatsammlung Rheinland

Ausstellung

Heidelberg 1981 (Schloß Heidelberg), Salvador Dalí. Gemälde, Zeichnungen, Objekte, Skulpturen, mit ganzseitiger Farbabb. S. 129; Wien/München 1982 (Palais Auersperg, Orangerie/Residenz, Alter Herkulessaal), Salvador Dalí. Bilder, Zeichnungen, Objekte, mit Farbabb. Nr. 56

Lot 239 D

Schätzpreis:
30.000 € - 35.000 €

Ergebnis:
37.200 €