Lot 243 D

Jankel Adler - Jessenin

Auktion 1051 - Übersicht Köln
29.05.2015, 18:00 - Moderne Kunst
Schätzpreis: 8.000 € - 9.000 €

Jankel Adler

Jessenin
Um 1928

Leimgebundene Gouache und Öl vermischt mit körniger Kreide auf geripptem Papier 58,8 x 43,3 cm Unter Glas gerahmt. Unten rechts eingeritzt signiert 'Adler' sowie auf der horizontalen Schriftrolle unten rechts schwarz signiert und beziffert 'Adler XI' (schwer lesbar) sowie links zweifach in der Darstellung beschriftet 'Jessenin'. - Die äußeren Ränder stellenweise mit winzigen Fehlstellen. Das Craquelé im Bereich der Schriftrolle gefestigt. Mit wenigen rückseitig hinterklebten unauffälligen Einrissen.

Die Komposition, wohl in der 2. Hälfte der 1920er Jahre entstanden, ist möglicherweise als poetische Hommage von Jankel Adler an den russischen Dichter Sergej Jessenin (1895 - 1925) zu verstehen, der sich am 28. Dezember 1925 mit 30 Jahren in einem Leningrader Hotel das Leben genommen hatte. Sofia Tolstaja, Enkelin von Leo Tolstoi und Jessenins letzte Frau in 4. Ehe, hatte ihn kurz nach der Hochzeit im Oktober des Jahres in eine psychatrische Klinik einweisen lassen. Bekannt ist das intensive wie leidenschaftliche Verhältnis zu Isadora Duncan. Jessenin war mit der berühmten Tänzerin, die er zu den Aufführungen begleitete, 1922/1923 verheiratet.

Provenienz

Ehemals rheinische Privatsammlung; belgische Privatsammlung