Peter Paul Rubens, Werkstatt Jan Brueghel d. J. - Diana mit Gefolge nach der Jagd

Peter Paul Rubens, Werkstatt
Jan Brueghel d. J. - Diana mit Gefolge nach der Jagd - image-1
Peter Paul Rubens, Werkstatt
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Peter Paul Rubens, Werkstatt
Jan Brueghel d. J.

Diana mit Gefolge nach der Jagd

Öl auf Leinwand (doubliert). 102 x 140 cm.
Signiert unten Mitte: I. Brueghel.

Dieses von seiner Größe und Leuchtkraft sehr eindrucksvolle und von seiner Provenienz her auch interessante Gemälde trägt unten in der Mitte die Signatur von Jan Breughel dem Jüngeren. Damit dokumentiert es, dass dieser offenbar für die Entstehung des Werkes verantwortlich war und darüber hinaus die Teile gemalt hat, für die er die größte Begabung besaß. Das sind die Landschaft und die Vordergrundbühne. Große mythologische oder allegorische Figuren, wie sie die vorliegende Komposition in Fülle versammelt, gehörten zweifellos nicht zu seinem malerischen Repertoire. Ertz erwähnt in seinem Gutachten mehrere vergleichbare Gemälde, bei denen die Landschaft von Jan dem Jüngeren stammt, der Maler der Figuren aber nicht zu bestimmen ist. Wegen ihrer besonderen Monumentalität hat man sich bei dieser Gemäldegruppe auf die Hilfsbezeichnung „Rubens-Werkstatt“ geeinigt. Es ist dies vor allem ein Gemälde im Metropolitan Museum in New York mit dem Titel „Bankett des Achiloos“ (K. Ertz: Jan Brueghel d. J., 1984, Kat. Nr. 252). Vergleichbar ist auch ein Gemälde mit dem Titel „Schlafende Nymphen, von Satyrn belauscht“ (Ertz, op. cit., Nr. 242) bei dem die Figuren Jan Boeckhorst zugeschrieben werden, einem aus Münster stammenden Maler, der in Antwerpen u. a. auch bei Rubens gearbeitet hat.

Zertifikat

Gustav Glück, 22.1.1916 (Rubens und Jan Brueghel I). - Max Friedländer 6.8.1942 (Rubens-Werkstatt und J. Brueghel II). - J. Müller-Hofstede 4.10.1992 (Rubens-Werkstatt und Jan Brueghel II). - Dr. Klaus Ertz, 24.9.2015 (Rubens-Werkstatt und Jan Brueghel I).

Provenienz

Galerie Charles Sedlmeyer, Paris um 1885 (verso Etikett). - Schloss Vietgest, Landkreis Rostock. - Inventar und Kunstsammlung von den russischen Truppen beschlagnahmt. - 1992 an eine deutsche Adelsfamilie restituiert. - Von dieser vom jetzigen Besitzer erworben.

Lot 1451 Dα

Schätzpreis:
100.000 € - 120.000 €

Ergebnis:
117.800 €