Sebastiaan Vrancx Joos de Momper - Gebirgslandschaft mit Überfall

Sebastiaan Vrancx
Joos de Momper

Gebirgslandschaft mit Überfall

Öl auf Holz (parkettiert). 52 x 77 cm.

Diese in der Literatur bekannte, aber seit Jahrzehnten nicht mehr nachweisbare Gebirgslandschaft von Josse de Momper ist ein charakteristisches Beispiel für die niederländische Landschaftsmalerei um 1600. Der Künstler verwendet hier das klassische Dreifarbenschema um die Weite und Tiefe der Landschaft zu evozieren: Braun im Vordergrund, Grün im Mittelgrund und Blau in der Ferne.
Josse de Momper begann sein Schaffen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, als sich in der Nachfolge Pieter Brueghels des Älteren eine eigene flämische Schule der Landschaftsmalerei etablierte. Er war in Antwerpen, dem Kunstzentrum Flanderns, tätig und arbeitete mit den führenden Künstlern der Zeit, mit Jan Brueghel dem Älteren, Hendrick van Balen, Frans Francken dem Jüngeren und - wie bei diesem Bild - mit Sebastian Vrancx zusammen.
Klaus Ertz datiert das Gemälde um 1590/95.

Literaturhinweise

K. Ertz: Josse de Momper der Jüngere. Die Gemälde mit kritischem Oeuvrekatalog, Freren 1986, Nr. 119, S. 495/96.

Ausstellung

Städtisches Museum Chemnitz 1927, Katalog Nr. 2.

Lot 1249 Dα

Schätzpreis:
40.000 € - 50.000 €