Heinz Mack - Ohne Titel (Rotor-Relief-Scheibe)

Heinz Mack - Ohne Titel (Rotor-Relief-Scheibe) - image-1
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Heinz Mack

Ohne Titel (Rotor-Relief-Scheibe)
1967

Aluminiumprägung auf Holz. Ø 37 cm. Rückseitig auf dem Holz signiert und datiert 'mack 67' sowie mit Richtungspfeil. - Mit Atelier- und leichten Altersspuren.

„Technik und Natur: mit diesen Stichworten sind die beiden Sphären angegeben, die Heinz Mack inspirieren und die er interpretiert. Er ist ein Künstler, der sich über das ästhetische Potential seiner Zeit bewusst werden will, die er als technische Zivilisation versteht. Seine Interessen sind jedoch nicht allgemein und ungewiss, sondern auf ganz bestimmte Kräfte gerichtet, die auszunützen und zu artikulieren ihn reizen: Licht und Bewegung. Also Phänomene, in denen naturgegebene und produzierte Welt auffallend zusammentreffen und ineinander verflochten sind.
Man rechnet das Werk von Heinz Mack zur kinetischen Kunst. In der individuellen Ausprägung seiner Ideen und Realisationen hat er jedoch eine Leistung hervorgebracht, die über die Kinetik im engeren Sinn hinaus typisch ist für die Offenheit der Entwicklung in den 60er Jahren, sowohl in bezug auf die Kunstproduktion wie in bezug auf die Reflexion darüber. [...] Typisch sind die Schöpfungen dieses Künstlers auch deshalb, weil sie jene veränderte Einstellung zur Zustandsform und zum Informationswert des Kunstwerks spiegeln, die seit Beginn des Abstraktionsprozesses vor mehr als einem halben Jahrhundert im Entstehen ist, aber erst allmählich allgemein verstanden wird. Das heißt: die Entideologisierung und Entmythologisierung der Kunst, um ihre Äußerungen als selbstverständliche Zeichen unserer Zivilisationswirklichkeit zu akzeptieren.“ (Margit Staber (1968), in: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hg.), Heinz Mack, Licht, Raum, Farbe, Ausst.Kat. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Köln 2012, S.104)

Zertifikat

Mit beiliegendem signierten Photozertifikat des Künstlers von 2014

Provenienz

Galerie Denise René / Hans Mayer, Düsseldorf; Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen

Lot 530 D

Schätzpreis:
20.000 € - 25.000 €

Ergebnis:
57.040 €