Auktion 1070, Moderne Kunst, 03.06.2016, 18:00, Köln Lot 327

Hans Purrmann, Hafen von Porto d'Ischia

Hans Purrmann, Hafen von Porto d'Ischia, 1924, Auktion 1070 Moderne Kunst, Lot 327
Hans Purrmann, Hafen von Porto d'Ischia, 1924, Auktion 1070 Moderne Kunst, Lot 327
Hans Purrmann, Hafen von Porto d'Ischia, 1924, Auktion 1070 Moderne Kunst, Lot 327
Hans Purrmann, Hafen von Porto d'Ischia, 1924, Auktion 1070 Moderne Kunst, Lot 327

Hans Purrmann

Speyer 1880 - 1966 Basel

Hafen von Porto d'Ischia

Um 1924

Öl auf Leinwand. 55 x 65,5 cm. Gerahmt. Unten links rot signiert 'Purrmann'.

Nicht bei Lenz/Billeter

Mit einer schriftlichen Bestätigung der Authenzität von Felix Billeter, Starnberg, vom 1. Februar 2007 (in Fotokopie); das Bild wird in die Neuauflage des Werkverzeichnisses aufgenommen (Archiv Nr. 1392).

Provenienz

Schweizer Privatbesitz; Lempertz Köln, Auktion Moderne Kunst 932, 6.12.2008, Lot 347; Privatsammlung Süddeutschland

Hans Purmanns Werk gleicht einem gemalten Tagebuch. 1924: Auf Ansichten vom Bodensee bei Langenargen folgen römische Veduten, die Küste bei Sorrent und Eindrücke vom Hafen Porto d'Ischias, dem Hauptort der Insel. Dort ist Purmann offensichtlich an - und zur Ruhe gekommen.

Sein besonderes Interesse richtet sich auf das Rund des Hafenbeckens mit kleineren Segelbooten und exotischem Baumbestand. Sie kristallisieren sich in der Serie, die in diesem Sommer entsteht, als offensichtliche Sehnsuchtsmomente. Diesen Blick auf den Hafen von Porto d'Ischia genießt der Maler von seinem Logis aus und verarbeitet die ihn so faszinierende Aussicht, gleichsam als ‚Bild im Bild' (s. Vergleichsabb.).

Erhard Göpel schildert einen Besuch bei Hans Purrmann auf Ischia in späteren Jahren: „Er hat beide Räume, deren Fenster zum Hafen gehen, gemietet, denn der mit Fliesen bedeckte Korridor dazwischen ist gerade breit genug, um die Staffelei aufzustellen. Das Gangfenster gibt einen vorkomponierten Blick auf das Hafenbecken frei. […] Aus welchem Fenster der beiden langgestreckten Räume man auch blickte, die Ausschnitte kamen einem bekannt vor. Es waren lauter Purrmanns.“ (Ders., Purrmann malt auf Ischia, in: Hans Purrmann. Die Farben des Südens, Petersberg 2015, S. 38 f.)

In dem für 1924 typischen hellen Farbspektrum sind Vegetation und Wasser in gleißendes Licht getaucht, von Purrmann zart vibrierend lasiert.

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