Carl Spitzweg - Romantische Landschaft / Bretonische Landschaft

Carl Spitzweg - Romantische Landschaft / Bretonische Landschaft - image-1
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Carl Spitzweg

Romantische Landschaft / Bretonische Landschaft

Öl auf Malkarton. 47,5 x 53 cm.
Rückseite mit Nachlassstempel..

Carl Spitzweg reiste Ende 1850/51 mit seinem Freund Eduard Schleich nach Frankreich, wo ihnen insbesondere die Künstler der Schule von Barbizon interessierten. Eine gewisse Anregung durch deren Natur- und Landschaftsauffassung ist auf diesem Gemälde durchaus zu beobachten. Das könnte auch der Grund für den früheren Bildtitel „Bretonische Landschaft“ sein, den erst Wichmann in seinem Werkverzeichnis fallengelassen hat. Er fand nämlich eine verwandte Skizze, die 1849 auf einer Reise durch Franken entstanden war. Allerdings datiert Wichmann die Entstehung des Gemäldes selbst erst 1851/52, also während der Pariser Zeit oder unmittelbar danach. Zweifellos gebührt dieser fast quadratischen und perfekt ausbalancierten Komposition, die durch ihre Fernsicht in der zentralen Bildachse besticht, unter den frühen Werken Spitzwegs eine herausragende Stellung. Der flackernde Farbauftrag, den der Autodidakt Spitzweg im Laufe der Jahre weiter entwickeln und verfeinern wird, ist nämlich hier schon im Keim erkennbar.

Provenienz

Prof. Fr. J. Meder, München. - Dessen Versteigerung Hugo Helbing, München 11.6.1912, Nr. 151, Abb. 38. - Schweizerische Privatsammlung / Dauerleihgabe im Kunstmuseum St. Gallen.

Literaturhinweise

H. Uhde-Bernays: Carl Spitzweg. Des Meisters Leben und Werk, 5. Aufl. 1919, Abb. 109. - G. Roennefahrt: Carl Spitzweg. Beschreibendes Verzeichnis seiner Gemälde, Ölstudien und Aquarelle, 1960, Nr. 630. - S. Wichmann: Carl Spitzweg, Baum- und Waldstudien der Frühzeit, 1993, S. 44ff. - S. Wichmann: Carl Spitzweg. Verzeichnis der Werke, 2002, S. 136, Nr. 87.

Ausstellung

Glaspalast München: Bayerische Kunst 1800-1850, 1906, Nr. 620a. - Kunstverein München: Gedächtnis-Ausstellung, Juni 1908, Nr. 29 mit dem Titel "Landschaft aus der Bretagne", aus der Sammlung Prof. Fr. J. Meder.

Lot 1534 Nα

Schätzpreis:
80.000 € - 100.000 €

Ergebnis:
89.280 €