Flussgott Themse

Flussgott Themse

Biscuitporzellan. Allegorische Figur eines sitzenden bärtigen Mannes mit einem Füllhorn voller Münzen und gehüllt in eine Tuchdraperie, auf ein Gefäß mit einer Wasserquelle gelehnt. Auf der Rückseite die Schrifttafel THAMES. Blaumarke Zepter. Beide Hände und ein Unterarm restauriert. H 16,5, B 22 cm.
Berlin, KPM, um 1819, nach einem Entwurf von Johann Gottfried Schadow, ausgeführt von Johann Carl Friedrich Riese.

Der Flussgott Themse war einer von insgesamt acht Flussallegorien, die für den Herzog von Wellington von der KPM nach 1818 ausgeformt wurden. Die anderen Figuren sind bezeichnet Kaitna (Indien), Taio und Douro (Portugal), Ebro (Spanien), Garonne, Seine und Sambre (Frankreich/Belgien). Durch eine gleichfalls im KPM-Archiv erhaltene Zeichnung zur Tischordnung, wo die Flussgötter an den vier Tischseiten um einen zentralen Obelisken aufgestellt werden sollten, wird ersichtlich, dass es sich bei der Auswahl der Flüsse um Stationen auf dem Lebensweg des Herzogs handelt.

Literaturhinweise

Vgl. die Figur aus dem Service für den Duke of Wellington bei Baer/Baer, The Prussian Service. The Duke of Wellington´s Berlin Dinner Service, Berlin 1989, Nr. 8. Die Abbildung der Vorzeichnung von Johann Gottfried Schadow, heute im KPM-Archiv, Schloss Charlottenburg Berlin, ibd., S. 17.

Lot 124 Dα

Schätzpreis:
1.500 € - 2.000 €

Ergebnis:
1.488 €