Ansichtenteller Berlinchen

Ansichtenteller Berlinchen

Porzellan, Emaildekor und Vergoldung. Pompadourteller. Der Durchbruch der Fahne auf Vorder- und Rückseite mit goldenen, teilweise reliefierten Konturen, das Astwerk in zartem Grün staffiert. Im Spiegel die verso in Schwarzlot "Berlinchen" bezeichnete Ansicht des Ortes mit dem Berlinchen See. Blaumarke Zepter, rote Reichsapfelmarke, Goldmalerzeichen K, Jahresbuchstabe B für 1902, vorne signiert "JMenzel". D 23,5 cm.
Berlin, KPM, der Weißbrand von 1902, der Dekor von Julius Menzel, vor 1905.

Der Teller gehört zu einer Folge von Ansichtentellern, die die kleineren preußischen Städte dem Kronprinzenpaar Wilhelm von Preußen und Cecilie von Mecklenburg-Schwerin zur Hochzeit am 6. Juni 1905 schenkten. Der auf ein Meißener Vorbild zurückgehende Pompadour-Teller erfreute sich bei der kaiserlichen Familie großer Beliebtheit. In Haus Doorn haben sich 93 solcher Stücke mit Abbildungen kaiserlicher Schlösser und Denkmäler erhalten, die ebenfalls von Julius Menzel bemalt wurden.

Der Form des Pompadourtellers liegt eine älteres Vorbild aus Meißen (Brühlscher Durchbruch) zugrunde, den auch schon Gotzkowsky kopierte. Der uns vorliegende Teller wurde als "Ersatz für ein altes schiefes Modell" im Oktober 1898 mit dem neuen Namen wieder aufgelegt.

Literaturhinweise

Der Hinweis auf das Hochzeitsgeschenk der kleineren preußischen Städte im Kat. Kaiserlicher Kunstbesitz aus dem holländischen Exil Haus Doorn, Berlin 1991, Nr. 341 ff.

Lot 536 Dα

Schätzpreis:
1.000 € - 1.200 €

Ergebnis:
1.736 €