Große Schneeballenvase mit Vogelbauer-Fuß

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Große Schneeballenvase mit Vogelbauer-Fuß

Porzellan, Aufglasurfarben, Vergoldung. Monumentale balusterförmige Vase mit zugehörigem Deckel. Der Korpus in drei Teilen gebrannt, verschraubt und verkittet. Durchgängig belegt mit Blütenrelief und plastischen Blütenballen, darauf Kletterranken, reich belebt mit exotischen und heimischen Vögeln, u.a. ein Pirol, ein Dompfaff und ein Stieglitz. Die untere Wandung durchbrochen als Korb gestaltet, darin ein plastischer Kanarienvogel. Blaumarke Schwerter, eingeritzte Modellnummer 2773. Riss im inneren Boden, Verlust an einer Ranke, die obere Schnabelhälfte des Pirols abgebrochen, ein Vogel auf dem Deckel veloren, ältere, teilweise blätternde Restaurierungen, Chips am Relief. H 77,2 cm (mit Deckel).
Meißen, spätes 19. Jahrhundert.

Johann Joachim Kaendler hat diesen Vasentypus zusammen mit Friedrich Eberlein in 1742 entwickelt und kurz darauf auch mit Schneeballenrelief produziert. In diesem monumentalen Entwurf wird die Form mit durchbrochen gearbeiteten Elementen, Blütenrelief und plastischem Besatz statisch herausfordernd kombiniert, was die hohen technischen und ästhetischen Ansprüche der Manufaktur belegt. Ab 1745 erwarb Friedrich II. einige dieser blütenbelegten Vasen für Potsdam, darunter ein dreiteiliger Kaminaufsatz um eine gleiche Vogelbauer-Vase als Mittelstück. Die Verbindung prunkvoller Raffinesse mit Naturalismus gefiel nicht nur dem preußischen König, sondern sie entsprach ebenfalls dem opulenten Geschmack des 19. Jahrhunderts. Für einzelne Besteller wurden solche Vasen noch über ein Jahrhundert später produziert.

Literaturhinweise

Eine Vase dieser Sorte für die Fleischfarbene Kammer im Neuen Palais in Potsdam abgebildet bei Wittwer, S. in: Keramos, 208 / 2010, S. 39.

Lot 855 Dα

Schätzpreis:
15.000 € - 20.000 €

Ergebnis:
42.160 €