Fünf Schwalbenbroschen

Fünf Schwalbenbroschen

Platin. Fünf Schwalben im Flug, im Verlauf angeordnet und im pavé ausgefasst mit Diamantrosen, das Auge jeweils akzentuiert durch einem Rubin. Ein kleiner Diamant verloren. Spätere Broschierungen. L 3,3 cm, 3,3 cm, 4,3 cm, 4,7 cm, 4,7 cm. Gesamtgewicht 32 g.
Friedrich Kreuter, Hanau, zugeschrieben, um 1890.

Diese Schwalbenbroschen waren ursprünglich mit Schraubmontierungen versehen und konnten variabel als Gruppe montiert auf einer bogenförmigen Stabbrosche effektvoll als Trembleuse (Zitterbrosche) getragen werden, aber auch als Paare oder einzeln. Der 1890 datierte Entwurf aus dem Produktionsbuch der Firma Kreuter in Hanau (Produktionsnummer 9326) zeigt das Prinzip spiegelverkehrt mit sechs Vögeln.
Die 1842 von den Gebrüdern Georg Friedrich und Wilhelm Karl Ludwig Kreuter gegründete "Bijouteriefabrik Friedrich Kreuter & Co" fertigte hochkarätigen Schmuck für verschiedene Hofjuweliere in Deutschland und Europa. Deshalb tragen diese Erzeugnisse keinen Stempel oder die Marke der jeweiligen Verkäufer. Besonders eng war die Zusammenarbeit mit dem hessischen Hofjuwelier Koch, der über seine Filialen in Frankfurt und Baden-Baden an die internationale Hocharistokratie verkaufte. Bis zum ersten Weltkrieg produzierte die Schmuckmanufaktur Kreuter über 700 Kronjuwelen, darunter auch das Kleeblatt-Diadem, das Kaiser Wilhelm II. seiner Gemahlin Auguste Victoria zur Hochzeit schenkte.

Zertifikat

Zuordung dieser fünf Schwalbenbroschen an die Firma Friedrich Kreuter in Hanau durch die Schmuckhistorikerin Dr. Christianne Weber-Stöber, Leiterin Deutsches Goldschmiedhaus Hanau, gemäß vorliegendem Gutachten vom 20.07.2017.

Literaturhinweise

Vgl. Marquardt, Schmuck - Realismus und Historismus, München/Berlin 1998, Kat. Nr. 341.

Ausstellung

Präsentiert in der Ausstellung "Juwelen für die mondäne Welt - 175 Jahre Friedrich Kreuter & Co. Hanau", 23.3. - 30.6. 2016, Deutsches Goldschmiedehaus, Hanau.

Lot 569 Nα

Schätzpreis:
10.000 € - 15.000 €

Ergebnis:
16.120 €