Abraham Hondius - Auf Bärenjagd

Abraham Hondius - Auf Bärenjagd - image-1
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Abraham Hondius

Auf Bärenjagd

Öl auf Holz (parkettiert). 90 x 123,5 cm.

Bei dieser Bärenjagdszene handelt es sich wohl um ein frühes Werk des niederländischen Malers Abraham Hondius, welches wahrscheinlich in den frühen 1650er Jahren entstanden ist. Zu dieser Zeit lebt Hondius wohl in Rotterdam, wo er am 4. April 1653 Geertruyd Willemsdr. van den Eijck heiratet. Zwölf Jahre später unterzeichnet er einen Mietvertrag über sechs Jahre (1.5.1665 - 30.4.1671) für ein Haus sowie einen Werkplatz, welche zum Ossenhoofd in Rotterdam gehören. Aus der Ehe mit Geertruyd geht einen Tochter gleichen Namens hervor. 1671 zieht Abraham Hondius nach London, wo er 1691 stirbt. Beerdigt wird der Maler in der Parochie von St. Bride in der Fleet Street. Weitere biografische Daten des Malers sind archivalisch bis heute nicht fassbar. So ist auch leider nichts über Hondius' Ausbildung oder seinen Lehrmeister überliefert.
Immer wieder zeigen Hondius' Jagdszenen reich gekleidete junge Männer und Frauen, umringt von Pferden, Hunden und Jagdpersonal, die sich auf die Jagd vorbereiten oder sich von dieser erholen. Unser Gemälde zeigt den Höhepunkt einer Jagd zwischen einem Braunbär und einem Rudel Jagdhunde, deren Kampf gerade eine dramatische Wende zu Gunsten des Bären genommen hat. Vielleicht können die im Galopp herbeieilenden Jäger oder die in Angriffsstellung befindlichen Hunde die Situation noch für sich entscheiden.
Laut eines Dokumentes im RKD war das Gemälde einst unten links, unterhalb des weißen Jagdhundes, "A. DE. HONDIUS ", signiert. Wir danken Ellis Dullaart vom RKD, Den Haag, für die Bestätigung der Eigenhändigkeit auf der Grundlage von Fotografien sowie ihren Hinweis, dass das vorliegende Gemälde dem RKD anhand von alten Dokumenten bereits bekannt ist.

Provenienz

Privatsammlung Gustav Rasmussen, Kopenhagen. - Auktion Winkel & Magnussen, Kopenhagen, 22.2.1954, Lot 28. - Französischer Privatbesitz.

Ausstellung

Unbekannte Ausstellung Kopenhagen, Oktober 1946, als Nr. 54.

Lot 2066 Dα

Schätzpreis:
18.000 € - 22.000 €

Ergebnis:
22.320 €