Anton Hiller - Gehende

Anton Hiller

Gehende
1943/1944

Bronze Höhe 163 cm Ein Exemplar von drei bekannten Güssen. Die beiden anderen Exemplare befinden sich in der Sammlung der Stiftung Maria und Fritz König, Skulpturenmuseum im Hofberg, Landshut, sowie im Garten der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München. - Die bronzefarbene Patina mit grünlichen Oxidatonsspuren bedingt durch Aufstellung im Außenbereich.

Der Künstler Anton Hiller gehört zu den wichtigsten Vertretern der Münchner Bildhauerschule des mittleren 20. Jahrhunderts. Anfangs vom Klassizismus seines Lehrers Hermann Hahn beeinflusst, ist Hillers bildnerische Suche geprägt vom Bemühen, traditionelle Vorstellungen von Skulptur zu überwinden und zu den Urformen des Menschen zu gelangen. In ihrer reduzierten Strenge kündet die „Gehende“ von genau jenem Aufbruch an der Schwelle von Figuration und Abstraktion.

Werkliste

H. Hiller 88 (Hier mit der Höhe 155 cm, ohne die mitgegossene Plinthe)

Provenienz

Privatbesitz Süddeutschland

Literaturhinweise

Herbert Griebitzsch, Der Bildhauer Anton Hiller, München, in: Die Kunst für Alle, 59. Jg. 1944, S. 110 mit Abb. (hier die Variante in Zement); Paul Anselm Riedl, Anton Hiller. Bildwerke und Zeichnungen, Sigmaringen 1976, Kat. Nr. 8, S. 36 mit ganzseitiger Abb.; Skulpturenmuseum im Hofberg (Hg.), Fritz König. Meine Arche Noah, München 2004, Kat. Nr. 35, S. 64 mit ganzseitiger Farb.

Lot 411 Dα

Schätzpreis:
25.000 € - 30.000 €

Ergebnis:
99.200 €