Fritz Klimsch - Versonnen

Fritz Klimsch - Versonnen - image-1
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Fritz Klimsch

Versonnen
1931

Bronze Höhe 73 cm Auf der linken Fußsohle monogrammiert 'FK' und mit dem Giesserstempel "H. NOACK BERLIN" versehen. - Mit schöner schwarzgrüner Patina, partiell bronzefarben aufgelichtet. Minimale Spuren von Berieb im unteren Bereich.

Mit „Versonnen“ schuf Fritz Klimsch eine sitzende Mädchenfigur, deren zarte Gelassenheit in den folgenden Jahren zum Leitmotiv für Bronzen wie „Träumende“ und „Blick ins Weite“ (Braun 26 und 27) werden sollte. Obschon in unterschiedlicher Haltung ist diesen drei Werken eine beruhigte Entspannung eigen, eine innere Haltung, die der Bildhauer, so Hermann Braun, „unmerklich mit einem straffen, nicht weich oder gar süßlich wirkenden Aufbau“ (Hermann Braun, Fitz Klimsch. Werke. Hannover 1980, S. 61) zu vermitteln vermochte. Es ist die gelungene Verbindung des Ausdrucks von Innerlichkeit mit dem feinen Gespür für Proportion und Bewegtheit des Körpers, welche Klimschs beste Arbeiten dieser Zeit auszeichnet.
Die angebotene, beinah lebensgroße Bronze wurde von Klimsch auch mit den Titeln „Sinnende“ und „Sitzende“ ausgestellt. Neben der Bronze existieren Versionen in getöntem Gips und in Stucco (vgl. ebd., S. 61).

Werkverzeichnis

Braun vgl. S. 31 o. Nr.

Provenienz

Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen

Literaturhinweise

Uli Klimsch, Fritz Klimsch. Die Welt des Bildhauers, Berlin 1938 mit Abb. S. 80; Hermann Braun, Fritz Klimsch. Werke, Hannover 1980, Kat. Nr. 22, S. 60 mit ganzseitiger. Abb.; Lisel Klimsch, Fritz Klimsch, Lenzkirch 1990, Kat. Nr. 26 mit ganzseitiger Abb.

Ausstellung

Köln 1970 (Gemälde Galerie Abels), Fritz Klimsch, Kat. Nr. 5 mit Abb.(hier datiert 1933); Frankfurt 2010 (Museum Giersch), Die Bildhauer August Gaul und Fritz Klimsch, Kat. Nr. 131 mit Farbabb. und auf dem Katalogtitel

Lot 426 D

Schätzpreis:
25.000 € - 30.000 €

Ergebnis:
24.800 €