Seltener chinesischer Koch

Seltener chinesischer Koch

Porzellan, Emaildekor, Goldhöhungen. In Kontrapost auf einem Schollensockel stehend, auf dem Kopf einen Korb mit Blüten und Früchten balancierend. Blaumarke W, gepresst I/90/6. Ein Unterarm restauriert, geringe Chips und Retuschen, Gold etwas berieben. H 16,7 cm.
Berlin, Manufaktur Wilhelm Caspar Wegely, 1751 - 57.

Urspünglich der Erbe einer Wollzeugfabrik gründete Wilhelm Caspar Wegely 1751 eine Manufaktur, in der er, wie er Friedrich II. versprach, "Meißnisches Porcellain" produzieren wollte. Wie er an den Besitz des Arcanums kam, des Rezeptes für die Herstellung von Porzellan, ist nicht definitiv geklärt. Um seine Bekanntschaft mit dem Höchster Arkanisten Johannes Benckgraff zu verschleiern, entstand in seiner Familie die Überlieferung, dass er sich die Kenntnisse in einer englischen Porzellanmanufaktur heimlich angeeignet hätte. Die Manufaktur existierte bis zum Herbst 1757 im vom Philipp Gerlach d.J. erbauten Kommandantenhaus in der Neuen Friedrichstr. 22-23. Auch der Grund ihrer Schließung ist bis heute nicht geklärt: Es wird vermutet, dass die Angst Wegelys vor den Folgen des Krieges gegen Sachsen ihn dazu bewegte, die Produktion der Luxusartikel einzustellen.

Literaturhinweise

Bei Zick, Berliner Porzellan der Manufaktur Wilhelm Caspar Wegely, Berlin 1978, unter Nr. 8 zwei unbemalte Exemplare, eines aus der Sammlung des Märkischen Museums, ein zweites aus Privatbesitz.

Lot 37 Dα

Schätzpreis:
1.000 € - 1.500 €

Ergebnis:
4.092 €