Auktion 1110, Moderne Kunst, 01.06.2018, 17:00, Köln Lot 330

Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf

Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330
Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330
Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330
Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330
Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330
Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330
Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330
Franz Wilhelm Seiwert, Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf, 1920, Auktion 1110 Moderne Kunst, Lot 330

Franz Wilhelm Seiwert

1894 - Köln - 1933

Frauenbüste mit nach links geneigtem Kopf

1920

Terracottaplastik. Höhe 31 cm. Auf der Innenseite mit Bleistift signiert 'Seiwert' und undeutlich datiert '1920'.

Bohnen 367

Provenienz

Sammlung Hans Schmitt-Rost, Köln; Nachlass Schmitt-Rost; Lempertz, Köln 1991, Auktion 668, Los 635; Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Ausstellungen

Düsseldorf 1995 (Galerie Remmert und Barth), Von Nolde bis Dix. Der Düsseldorfer Arzt, Sammler und Kunsthändler Dr. Hans Koch und "Das Graphische Kabinett von Bergh & Co.", Kat. Nr. 134 mit Farbabb.; Düsseldorf 1996 (Galerie Remmert und Barth), Das junge Rheinland. Künstler - Werke - Dokumente, Kat. Nr. 178 mit Farbabb.

Der schöne Frauenkopf mit den mandelförmigen Augen und den markant geschwungenen Bogenformen von Nase und Augenbrauen steht in engem Zusammenhang mit ähnlichen, teils noch expressiveren Porträtköpfen, entstanden um 1920 (vgl. Bohnen 369, 370, 374). Gesicht und Büste sind organisch aus dem Tonkegel heraus entwickelt. Die geschmeidige Formbarkeit des Tons bleibt geradezu fühlbar, Fingerspuren zeugen von dem Schaffensprozess. Die Rückseite, die als herabfallendes Haar gelesen werden kann, ist weitgehend unbearbeitet.

"Den Hauptanteil an Seiwerts plastischer Arbeit, die wohl zwischen 1916 und 1920/21 ihre quantitativ und qualitativ stärkste Ausprägung fand, bilden allerdings die ernsten Kopf-Plastiken. Ihr zumeist vom Leiden geprägter Ausdruck ist direktes Resultat der Auseinandersetzung mit der Materialeigenschaft in Verbindung mit einem materialbezogenen Formverständnis.“ (Uli Bohnen, Franz W. Seiwert 1894-1933. Leben und Werk, Köln 1978, S. 15).

Die Büste befand sich ehemals im Besitz des Kölner Publizisten, Autors und Verwaltungsbeamten Hans Schmitt-Rost, der unter dem Pseudonym Fritz Franz Florian veröffentlichte. Er stand in den 1920er Jahren in engem Kontakt zu den Kölner Progressiven. Nach dem II. Weltkrieg machte er sich in besonderem Maße um die Kunst- und Kulturszene Kölns verdient.

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